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Vandalismus am Blümelteich
Veröffentlicht am 04.08.2020 von Sigrid Kneist

Vandalismus am Blümelteich. Es war nur eine Frage der Zeit, bis es wieder Zerstörungen geben würde. Für rund 2,5 Millionen wurde der „Blümelteich“ im Volkspark Berlin-Mariendorf knapp anderthalb Jahre lang saniert. Er ist wunderschön geworden, ein wahres Schmuckstück. Erst seit Mitte Juni sind die meisten Wege dorthin wieder zugänglich; aber in den vergangen Tagen wurden die Anlagen am Teich beschädigt. Bei den Bänken wurde frisch verlegtes Pflaster herausgerissen und in den Teich geworfen; einige Bänke mit Graffiti beschmiert. Außerdem baden immer wieder Parkbesucher in dem als Gartendenkmal klassifizierten Gewässer, obwohl das Baden in Parkanlagen grundsätzlich verboten ist. Deshalb will das Grünflächenamt jetzt dort Verbots- und Warnschilder aufstellen. Gerade das Hineinspringen in den Teich sei lebensgefährlich, da er nicht tief sei.
„Die mutwilligen Beschädigungen und der respektlose Umgang mit der Parkanlage machen mich nur noch wütend“, sagte Bezirksstadträtin Christiane Heiß (Grüne). Das Ordnungsamt werde im Volkspark Streife laufen, Ordnungswidrigkeiten würden geahndet. Auch mich macht dieses Verhalten wütend. Seit mehr als 20 Jahren beobachte ich Zerstörung, Graffiti und Vermüllung im Volkspark; und in all der Zeit immer auch und ganz besonders am Teich. Wenn ich frühmorgens durch den Park walke, sehe ich fast immer Hinterlassenschaften irgendeines Trinkgelages. Manchmal begegnet mir dort eine alte Frau, die ebenfalls zu dieser Zeit unterwegs ist, Scherben einsammelt und tieftraurig dreinschaut.
Tierquälerei im Park. Und nie vergessen werde ich, dass vor ein paar Jahren Menschen auf die Idee kamen, die dortigen Schwäne mit Dartpfeilen zu bewerfen, so dass einige Tiere verendeten. Ein Jahr später wurden wieder Schwäne aufs Übelste malträtiert. Für einige Jahre mieden die großen Wasservögel dann den Teich im Volkspark, bis sich 2017 dort wieder ein Schwanenpaar eingenistet hatte. – Text: Sigrid Kneist
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