Intro

von Cay Dobberke

Veröffentlicht am 11.01.2019

mit Wünschen unserer Leser für das neue Jahr im Bezirk geht es hier auch heute los, nachdem wir Ihnen einige ausgewählte Einsendungen bereits am 4. Januar vorgestellt hatten. Politische oder anderweitige Verbesserungsideen mit Blick auf die nächsten Monate können Sie mir auch jetzt noch schicken. Gegebenenfalls geht diese kleine Serie bis Ende Januar weiter. Außerdem können Sie sich mit Bitten und Beschwerden natürlich das ganze Jahr lang an uns wenden  was längst auch schon so viele Leser tun, dass ich es zeitlich kaum noch schaffe, allen Anliegen nachzugehen… 

Chris Sichel regt für Westend einen „häufigeren, zuverlässigeren und besser ausgebauten öffentlichen Nahverkehr“ an. Dazu könnten eine Verlängerung des Buslinie 104 bis Ruhleben und ein Zehn-Minuten-Takt der Busse zwischen Theodor-Heuss- und Brixplatz gehören, aber auch Fahrten mit der U-Bahnlinie 2 bis Ruhleben im Fünf-Minuten-Takt und ein Ausbau der U2 bis Rathaus Spandau. Am U-Bahnhof Neu-Westend sei ein Aufzug nötig.

Nachdem Sabine Kittelmann in der vorigen Woche mehr „Sanktionen gegen permanent und dreist auf dem Radstreifen parkende Pkw“ gefordert hatte, schließen sich weitere Leserinnen an. Heide Schlaf beklagt, in der Westfälischen Straße bedeute Radfahren einen „ständigen Wechsel vom Fahrradstreifen auf die Fahrbahn“. Waltraud Hoffmann ärgert sich darüber, dass Polizisten oft „einfach an Falschparkern vorbeifahren“. Wenn sie beim Ordnungsamt oder der Polizei nachhake, heiße es immer wieder, dass man „personell unterbesetzt“ sei.

Um Verkehrsprobleme geht es auch Helga Grunzke-Niemetz: „Die Seitenstraßen zwischen Eisenzahnstraße, Brandenburgische Straße und Konstanzer Straße sind für den dort herrschenden Verkehr nicht konzipiert.“ Die Fahrbahnen seien so eng, dass sie die „dem Gegenverkehr kaum gewachsen sind“. In der Umgebung von Kitas und Schulen „parken genervte Eltern in zweiter Spur oder vor Einfahrten, sodass Anwohner ihre Grundstücke nicht verlassen können“. Die Ämter sollten beispielsweise Einbahnstraßen-Regelungen prüfen.

Zugeparkte Wege zwischen Müllsammelstellen und den Straßen in der Paul-Hertz- Siedlung in Charlottenburg-Nord beklagt Ursel Ortmann und verlangt mehr Kontrollen des Ordnungsamts. „Die Müllabfuhr kann die Container nicht zum Entladen schieben. Der Müll bleibt stehen, und wir haben schon längst hier eine Rattenplage“, schreibt die langjährige Mieterbeirätin und Seniorenvertreterin. Außerdem seien Nebenstraßen, die als Einbahnstraßen mit Wendekreisen angelegt sind, „so mit Autos vollgestellt, dass Senioren besonders mit einem Rollator nicht die Straße überqueren können“.

Ein Ende der privaten Silvester-Knallerei erhofft sich Ingetraut Pfiz. Das passt zur jüngstem Forderung der Berliner Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek, Böllern innerhalb des S-Bahn-Rings zu verbieten und durch zentrale öffentliche Feuerwerke zu ersetzen. Ingetraut Pfiz glaubt: „Wer jedes Jahr die panische Angst der Tiere erlebt, wird mir beipflichten.“ Auch für die alten und kranken Menschen sei „diese durchgehende Knallerei von 14 Uhr bis zum nächsten Morgen um 1.30 Uhr der reinste Horror“.

Cay Dobberke, geboren in Berlin, wohnt seit mehr als 25 Jahren in Wilmersdorf. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-c.dobberke@tagesspiegel.de

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