Kiezkamera

Veröffentlicht am 11.01.2019 von Cay Dobberke

Ku’damm-Karree wird fürstlich. Bagger reißen am Kurfürstendamm gerade die letzten Reste der zwei historischen Ku’damm-Bühnen und andere Teile des Ku’damm-Karrees für dessen Neugestaltung ab. Nebenan auf dem Gehweg hat die Komödie am Kurfürstendamm einen Theaterkassen-Kiosk aufgebaut und verkauft Tickets für ihre temporäre Ersatzspielstätte im Schillertheater an der Bismarckstraße. Bemerkenswert ist auch die Aufschrift „Fürst“ auf dem Bauzaun – denn dies ist der neue Name des Karrees. Die vom Kurfürstendamm abgeleitete, nobel klingende Bezeichnung haben die Investoren um die Firma Cells Bauwelt zunächst (fast) in aller Stille gewählt. Allerdings stellten sie soeben auch die Webseite fuerstberlin.com ins Netz.

Darauf zeigen sie Architekturentwürfe von Jan Kleihues und die künftigen Nutzungen des großen Gebäude-Ensembles. Geplant sind Büros, Läden, Restaurants, ein großer Lebensmittelmarkt, ein Hotel, ein Casino der Spielbank Berlin, ein unterirdischer Theatersaal für die „Komödie“, ein Umzug der momentan geschlossenen Ausstellung The Story of Berlin auf eine kleinere Fläche im alten Atomschutzbunker sowie ein Fitnessstudio, eine Kita und das teilweise umgebaute Parkhaus. Cells-Geschäftsführer Norman Schaaf schreibt auf der Webseite: „Es geht darum, diesem Ort  eine neue Strahlkraft zu verleihen und ihm eine neue Funktion zu geben, um so eine zukunftsweisende Relevanz in der City West zu schaffen.“

Der erste Bauabschnitt in der Uhlandstraße mit dem Parkhaus, Büros und dem „Foodmarkt“ soll im September bis Oktober dieses Jahres fertig werden und alles andere im zweiten bis dritten Quartal 2022.

Foto: Cay Dobberke

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