Kiezkamera

Veröffentlicht am 08.01.2021 von Cay Dobberke

Neue Cafés werden später fertig. An der Stelle eines früheren Imbisskiosks an der Konstanzer / Ecke Lietzenburger Straße lässt die BVG-Tochterfirma Urbanis seit rund eineinhalb Jahren ein Café errichten. Es ist besonders für Besucher des Olivaer Platzes gedacht, wo das Bezirksamt die umstrittene Neugestaltung der Grünanlage weitgehend abgeschlossen hat. Die Bauarbeiten am Café sollten im vorigen Oktober enden. Inzwischen rechnet die BVG erst für den März 2021 mit der Eröffnung.

Angesichts des „Lockdowns“ in der Coronakrise spielt das in der Praxis keine große Rolle. Wäre das Café in Betrieb, dürfte es sowieso nur Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten. BVG-Sprecherin Petra Nelken nennt die Pandemie aber auch als maßgeblichen Grund für die Verzögerungen. „Es gibt sehr gravierende Lieferschwierigkeiten von Materialien und Geräten aus anderen Ländern.“ Außerdem seien „einige Firmen von Corona betroffen“, und „der neue Lockdown behindert die Bauarbeiten auch schon wieder“.

Dasselbe gelte am Lehniner Platz, sagte uns Petra Nelken. Dort wollte Urbanis im „Spätherbst“ 2020 ein weiteres Café fertigstellen. Noch ist außer Fundamenten in der Baugrube nichts zu sehen. Der weitere Fortschritt sei „schlecht abzuschätzen“, gibt die Sprecherin zu. „Wir hoffen aber, dass wir in diesem Sommer eröffnen können.“

Die Vorgeschichte reicht am Lehniner Platz bis ins Jahr 2011 zurück. Damals wurde der Bereich nördlich des Kurfürstendamms umgestaltet. Das Bezirksamt hoffte, dass der Betreiber eines abgerissenen Zeitungskiosks das Café baut und betreibt. Doch damit war dieser finanziell überfordert. Erst viel später erhielt Urbanis den Zuschlag.

Eine ungeahnte Nebenwirkung gab es am benachbarten Brunnen. Bauarbeiter hatten ein Zuflussrohr beschädigt. Erst im September, kurz vor dem Ende der Brunnensaison, sprudelte das Wasser wieder.

Foto: Cay Dobberke

Fotografieren Sie in Ihrem Kiez oder anderswo im Bezirk? Bitte senden Sie Ihre Bilder an: cay.dobberke@tagesspiegel.de