Kiezkamera

Veröffentlicht am 16.07.2021 von Cay Dobberke

Fast schon ein Wahrzeichen sind die drei silbernen Schornsteine und die gelben Kesselhäuser des Heizkraftwerks Wilmersdorf für viele Berliner, die regelmäßig nebenan über die Stadtautobahn A 100 fahren. Im April hatte der Energieversorger Vattenfall das Kraftwerk abgeschaltet und den Abriss angekündigt. Mein Kollege Bernd Matthies nahm damals Abschied von dem „Blickfang der Berliner Skyline“ (den Text finden Sie auf tagesspiegel.de). Jetzt wurde ein 126 Meter hoher roter Kran aufgestellt, der bereits eine Turmspitze abgetragen hat.

Bis Ende 2022 soll der Rückbau abgeschlossen sein. Mehr als 13.000 Tonnen Material müssen entfernt werden. Rund 95 Prozent davon könnten weiter verwertet werden, heißt es von Vattenfall. Außerdem bleibe der Standort wichtig für die Energieversorgung. Er diene weiterhin der Verteilung von Stadtwärme solle auch künftig „Energiegeschichte schreiben“. Welche Technologie dabei zum Einsatz kommt, sei allerdings noch offen.

Eine Nutzung der Gebäude durch die Club- und Kulturszene schlägt die bezirkliche Linksfraktion in einem BVV-Antrag vor. Nichts deutet jedoch darauf hin, dass Vattenfall bereit wäre, den Abriss zu stoppen und das Kraftwerk zu vermieten oder zu verkaufen.

  • Foto: Cay Dobberke
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