Kultur

Online-Veranstaltung über jüdisches Leben

Veröffentlicht am 03.04.2020 von Cay Dobberke

Online-Veranstaltung über jüdisches Leben. Die Ende Februar gestartete Veranstaltungsreihe „Jüdisches Leben in Charlottenburg-Wilmersdorf“ in den Räumen der Bildgießerei Noack geht als Livestream weiter. Am Ostersonntag (12. April) steht sie unter dem Motto „Erev shel shoshanim“ (Ein Abend voller Rosen), dem Titel eines bekannten Liedes über Hinwendung und Zuneigung. Die Organisatorin und Kantorin an der Neuen Synagoge in Berlin-Mitte, Avitall Gerstetter, sagt: „Wir wollen den Zuschauenden ein buntes Programm bieten und auch konkret etwas für solche Menschen tun, die, ohnehin schon in urbaner Vereinsamung befangen, in diesen Tagen von Corona noch isolierter und sorgenvoller als ohnehin schon sind.“

Die Übertragung beginnt um 18.30 Uhr unter avitallcollection.com. Zunächst lesen und diskutieren die Journalisten, Publizisten und Autoren Stephan Wackwitz und Michael Wuliger über die „russisch-jüdische Zuwanderung nach Berlin und deren prägende Bedeutung für die DNA der City-West“. Danach kann man ein Konzert im Berliner Dom live miterleben. Beteiligt sind Domkantor Tobias Brommann am Flügel, die Gitarristin Nora Buschmann, der Jazztrompeter Christoph Titz und Avitall Gerstetter als Sängerin. Hauptsächlich erklingen „jüdische beziehungsweise jiddische Lieder“, die durch eine Publikumsbefragung in sozialen Medien ausgewählt wurden.

Die Abteilung Stadtentwicklung des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt Avitall Gerstetter bei ihrer Veranstaltungsreihe. Nach den Lesungen und Konzerten gab es bisher ein „Salon-Dinner“. Weil dieses ausfallen muss, werden stattdessen ab 19.30 Uhr „circa 200 Essen insbesondere für ältere und einsame Menschen bereitgestellt, die zu Hause sitzen und nicht mehr raus dürfen“. Die Mahlzeiten bereitet das in der Bildgießerei Noack ansässige Restaurant Brass zu. Kostenlose Bestellungen sind per E-Mail an info@salonavitall.org und unter Tel. 0157 535 35 611 möglich.