Kultur

Das vermarktete Genie im Schloss Charlottenburg

Veröffentlicht am 08.10.2021 von Pauline Faust

2021 jährt sich der Todestag des französischen Malers Antoine Watteau (1684-1721) zum 300. Mal. Watteau gilt neben Giovanni Battista Tiepolo (1696-1770) als einer der größten Maler des 18. Jahrhunderts. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) präsentiert deshalb im Neuen Flügel des Schlosses Charlottenburg in Berlin die Ausstellung „Antoine Watteau. Kunst – Markt – Gewerbe“. Sie wird vom 9. Oktober 2021 bis zum 9. Januar 2022 zu sehen sein und eines der Hauptwerke des Künstlers in den Mittelpunkt rücken: das „Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint“.

Dieses 1746 für die königliche Sammlung Friedrichs des Großen (1712-1786) erworbene Gemälde gilt heute als ein zentrales Meisterwerk der Malerei des 18. Jahrhunderts. Ursprünglich als Medium der Geschäftswerbung und als „Aushängeschild“ des Pariser Kunsthandels entstanden, fasziniert das Gemälde bis heute und regt Fragen an, die den Handel mit Kunst, deren Vermarktung, aber auch das Sammeln von Kunst und die intellektuelle Auseinandersetzung mit ihr betreffen. Nach dem Louvre in Paris besitzt die SPSG die bedeutendste und berühmteste Sammlung seiner Werke.

  • Der Eintritt kostet 14, ermäßigt 10 Euro. Sparfüchse und Frühaufsteher können das Early-Bird-Ticket mit Einlass um 9:10 Uhr für 12, ermäßigt 8 Euro kaufen. spsg.de