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Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße ist jetzt ein Baudenkmal

Veröffentlicht am 08.12.2017 von Cay Dobberke

Das Landesdenkmalamt hat die als „Schlange“ bekannte Wohnanlage Schlangenbader Straße über der Stadtautobahn in Berlins Denkmalliste eingetragen. Das „monumentale Hügelhaus“ gehöre zu den größten Wohnbauten in Europa, heißt es. Nur hier sei es gelungen, „einen großstädtischen Verkehrsweg tatsächlich für Wohnungsbau zu nutzen“. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sprach von einem „Höhepunkt der Berliner Architektur der 1970er Jahre“. Die 600 Meter langen und 46 Meter hohen Bauten waren 1973 bis 1980 nach Plänen von Georg Heinrichs, Wolf Bertelsmann sowie Gerhard und Klaus Detlev Krebs entstanden. Die Außenanlagen gestalteten Paul-Heinz Gischow und Walter Rossow.

Seniorenbegegnungsstätte „Schlange“ ist gerettet. Der Seniorentreff „Schlange“ des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Schlangenbader Straße 11 schien gefährdet, weil die Wohnungsgesellschaft Degewo den Mietvertrag nicht zu den bisherigen Konditionen fortführen wollte. „Nach langwierigen Verhandlungen“ sei die Einrichtung nun gesichert, sagte Sozialstadrat Carsten Engelmann (CDU). Dazu habe die „beispielhafte Unterstützung“ von Nutzern und Nachbarn, der Seniorenvertretung Charlottenburg-Wilmersdorf, Bezirksverordneten und Abgeordneten geführt. Am 11. Dezember will Engelmann einen neuen Kooperationsvertrag mit dem DRK unterzeichnen. Cay Dobberke

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