Namen & Neues

Dauerparkendes Ärgernis

Veröffentlicht am 05.01.2018 von Markus Hesselmann

Firmenfahrzeuge oder Werbeanhänger, die Parkplätze, Fahrspuren, Rad- oder Gehwege blockieren, nerven an vielen Stellen in Berlin. Anwohner des Rosenecks haben uns jetzt auf einen selbst für Berliner Verhältnisse doch recht merkwürdigen Fall aufmerksam gemacht. In der Rheinbabenallee 1 – 3 ist vom 20. Dezember 2017 bis zum 18. Januar 2018 eine Parkverbotszone ausgeschildert, in der ein Anhänger mit Werbung für eine Bettenfirma dauerparkt, sich dabei bis auf die Radspur ausbreitet und Radfahrer gefährdet. (Fotobeweis siehe „Kiezkamera“ etwas weiter unten im Newsletter.)

Auf Anfrage schreibt uns Ordnungsstadtrat Arne Herz (CDU), das betreffende Unternehmen, das Standorte im Bezirk in der Lietzenburger und Leibnizstraße sowie in Marienfelde in der Motzener Straße unterhält, habe sich dort eine Ladezone genehmigen lassen. Diese werde auch für Lieferungen genutzt. Auf dem LKW-Anhänger befinde sich ein Container, der von einem Aufbau mit der Plane samt Werbeaufdruck umgeben sei. Demnach darf der Anhänger dort zum Be- oder Entladen stehen. Anwohner und Geschäftsinhaber berichten, der Anhänger parke dort dauerhaft und Ladetätigkeiten seien nicht erkennbar. Das Ordnungsamt will nun ab der kommenden Woche genauer kontrollieren. Steckt dahinter eine Masche, um auf öffentlichem Straßenland werben zu können? Die betreffende Firma „11 Rooms“ hat auf unsere Anfragen bisher nicht reagiert. Gestern Abend stand der Anhänger in voller überbreiter Dreistigkeit jedenfalls noch da.

Wir bleiben dran und sind an ähnlichen Fällen in Charlottenburg-Wilmersdorf oder anderen Berliner Bezirken sehr interessiert. Wir wollen darüber berichten, damit solche und ähnliche Rücksichtslosigkeiten eingedämmt werden. Schreiben Sie uns unter leute@tagesspiegel.de. Stadtrat Herz weist darauf hin, dass sich Bürgerinnen und Bürger in solchen Fällen natürlich jederzeit an seine Behörde wenden können: per Ordnungsamts-App oder auch an ihn persönlich (Kontaktdaten hier). Markus Hesselmann

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