Namen & Neues

Neues aus der Hochhausdebatte

Veröffentlicht am 02.02.2018 von Cay Dobberke

Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) will sich erst dann mit neuen Hochhausprojekten im Bezirk auseinandersetzen, wenn der Berliner Senat endlich einen stadtweiten Hochhausentwicklungsplan vorlege. Deutlicher positioniert sich bereits die Linksfraktion in der BVV: Eine Anfrage beim Bezirksamt zeige, dass „keine Bedarfsanalysen, Zahlen zur Auslastung und zum Leerstand von Bürohochhäusern in der City West existieren“, sagt Fraktionschef Niklas Schenker. Neubauten sollten nur genehmigt werden, wenn der Bedarf nachgewiesen sei und die Türme „stadt- und sozialverträglich geplant sind“. Im „angespannten“ Berliner Immobilienmarkt seien Hochhäuser lukrativ für Investoren, doch „die Stadt und die Lokalwirtschaft haben davon wenig“.

Einen anderen Diskussionsbeitrag liefert das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Es veröffentlicht die aus dem Jahr 1998 stammende Studie „Sollen wir mal ein Hochhaus bauen?“ des Soziologen Jörg Potthast in einer neuen Ausgabe (botopress Verlag) mit aktuellen Kommentaren des Autors und anderer Metropolenforscher. Die Studie schildert den hürdenreichen Weg eines Hochhausprojekts. Ähnlichkeiten zum Bau des „Upper West“ am Breitscheidplatz sind kein Zufall. Architekt Christoph Langhof hatte Potthast hinter die Kulissen seines Büros blicken lassen. Die Hintergründe erklärt Kerstin Schneider vom Wissenschaftszentrum Berlin unter wzb.eu.

 

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