Namen & Neues

Baubeginn am Olivaer Platz

Veröffentlicht am 09.02.2018 von Cay Dobberke

Mit „Schnittarbeiten und vegetationssichernden Maßnahmen“ startet das Bezirksamt am Montag, 12. Februar, die seit rund zehn Jahren umstrittene Neugestaltung der Grünanlage auf dem Olivaer Platz. Vorhandene Stauden sollen „zur Wiederverwendung“ in die Bezirksgärtnerei gebracht und gepflegt werden. Die Ankündigung löst prompt neue Kritik der Umbaugegner in der Bürgerinitiative Olivaer Platz aus. Die „vorzeitige Entnahme“ der Stauden und Pflanzenknollen habe „offensichtlich auch den Zweck, den Platz schon heute völlig unattraktiv zu machen“. Die „willkürliche Aktion“ solle „Mitwirkungsrechte der Bürger an einem neuen Bebauungsplan ins Leere laufen lassen“. Für Montag kündigt die Initiative eine Protestaktion an.

Den Anstoß zur Umgestaltung gab einst eine andere Bürgerinitiative, der Förderkreis Olivaer Platz. Die rot-grüne BVV-Mehrheit plante zunächst den Wegfall aller 123 Parkplätze am Rande des Parks. Später wurde an einem „Runden Tisch“ vereinbart, 60 Stellplätze zu erhalten. Den Vorwurf mangelnder Bürgerbeteiligung kontert der heutige Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) gern, indem er eine lange Terminliste vorliest, auf der er sich alle Diskussionsabende, öffentlichen Ausschusssitzungen und Auslegungen der Pläne notiert hat.

Derzeit läuft (wieder) ein Bebauungsplanverfahren, weil die Berliner Stadtentwicklungsverwaltung den Nachweis dafür vermisste, dass ein geplanter Spielplatz ausreichend vor Verkehrslärm von der Lietzenburger Straße geschützt wird. Daraufhin beauftragte das Bezirksamt einen Gutachter, nach dessen Einschätzung die Grenzwerte eingehalten werden. Auch dazu gibt es Meinungsverschiedenheiten: Die Kritiker bemängeln, der Gutachter habe den Lärm gar nicht gemessen, sondern nur abstrakt berechnet.

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