Namen & Neues

Kritik an neuen Hochhausplänen nahe der Schaperstraße

Veröffentlicht am 09.03.2018 von Cay Dobberke

Seit mehr als 15 Jahren protestiert die Bürgerinitiative Quartier Fasanenplatz nun schon gegen Baupläne wechselnder Investoren zwischen der Schaperstraße, dem Haus der Berliner Festspiele, dem Parkdeck mit der „Bar jeder Vernunft“ und der Bundesallee. Wir haben oft darüber berichtet. So verhinderte der Bezirk auf Druck der Anwohner einen 60 Meter hohen Büroturm. Doch nun hegt ein neuer Investor ähnliche Pläne. Die Cesa Unternehmensgruppe strebt ein 45 Meter hohes Gebäude an der Stelle des Parkdecks an. Unten sind kulturelle Nutzungen und eine Kita angedacht, darüber könnten Büros entstehen.

Davon erfuhren die Anwohner bei einem Treffen, zu dem Cesa eingeladen hatte. Mit dabei waren Bezirkspolitiker und Vertreter mehrerer Kulturinstitutionen in dem Kiez. Alle Gäste hätten die Neubaupläne „mit guten, sachlichen Argumenten“ abgelehnt, heißt es aus der Initiative. Kein Wunder: Bereits im Sommer 2017 hatte die BVV einstimmig für einen Masterplan votiert, den die Bürger selbst zusammen mit dem Architekten Guido Hager und anderen Fachleuten entwickelt haben. Für die Umsetzung fehlt allerdings das Geld.

Das Hochhaus ist bisher nur eine Idee. „Förmlich gibt es überhaupt keinen Vorgang“, sagt Baustadtrat Oliver Schruoeffeneger (Grüne). Cesa hält er zugute, „immerhin nicht gleich einen Antrag“ gestellt zu haben, sondern das Gespräch zu suchen.