Namen & Neues

Bezirk legt Regeln für neue Hochhäuser fest

Veröffentlicht am 20.04.2018 von Cay Dobberke

Bis die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung den angekündigten Hochhausentwicklungsplan für Berlin erarbeitet hat, wird es noch eine Weile dauern. Aus Sicht des Charlottenburg-Wilmersdorfer Baustadtrats Oliver Schruoffeneger (Grüne) muss aber schnell etwas geschehen. „Alle drei Wochen“ melde sich ein Investor mit einer Hochhaus-Idee bei ihm. Das Bezirksamt beschloss deshalb „Verfahrensgrundsätze“. So soll sichergestellt werden, dass „Projekte bearbeitet werden können und nicht bis zur Entscheidung über ein Hochhausleitbild des Landes warten müssen“.

Hier die wichtigsten Regeln. Potenzielle Bauherren müssen Gutachter damit beauftragen, eine „gesamtstädtische Betrachtung“ zu erarbeiten. Darin sollen Vorhaben „unter Berücksichtigung auch der Notwendigkeit der Schaffung bzw. Sicherung preisgünstigen Wohnraums in den Quartieren des Bezirks“ bewertet und begründet werden. Ergebnisse der Gutachten und „städtebauliche Qualitätskriterien“ sollen Investoren anschließend dem Berliner Baukollegium unter der Leitung von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher vorstellen. Für die Genehmigung verlangt der Bezirk außerdem ein „vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren“ sowie einen städtebaulichen und architektonischen Wettbewerb.

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