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Bauaufsicht sperrt Ruine auf dem Teufelsberg

Veröffentlicht am 11.05.2018 von Cay Dobberke

Auf dem Teufelsberg im Grunewald darf das verfallene Hauptgebäude der früheren Abhörstation der Alliierten, das als Aussichtspunkt und Ausstellungsstätte für Street-Art beliebt ist, vorerst nicht mehr betreten werden. Dazu führten Baumängel, die ein Gutachter der Bauaufsicht des Bezirksamts gemeldet hat. Es geht besonders um Brandschutzprobleme und den fehlenden zweiten Rettungsweg. Der Rest des eingezäunten Geländes auf der Bergspitze bleibt geöffnet, es gibt auch noch Führungen. Der Eintrittspreis wurde auf fünf Euro gesenkt.

Die Umstände der Sperrung zeigen erneut den Konflikt zwischen den heutigen privaten Grundstückseigentümern. Diese sind sich seit Jahren nicht darüber einig, wie es mit der ganzen Anlage weitergehen soll. Der Miteigentümer und Kölner Architekt Hartmut Gruhl sagt, er habe den Statiker mit der Untersuchung beauftragt, um Gefahren abzuwenden. Davon erfuhr der Pächter Marvin Schütte, dessen Vater ebenfalls zur Investorengemeinschaft gehört, aber erst durch die Bauaufsicht. Ein Schild am Eingang nennt „Neid und Missgunst“ als Ursache der Sperrung. Laut Schütte sollen die Mängel so schnell wie möglich beseitigt werden. tagesspiegel.deteufelsberg-berlin.de

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