Namen & Neues

Integrationsbüro wächst und setzt sich neue Ziele

Veröffentlicht am 12.10.2018 von Cay Dobberke

40,4 Prozent aller Menschen im Bezirk haben einen Migrationshintergrund – deutlich mehr als im Berliner Durchschnitt (32,5 Prozent). Deshalb hatte sich Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) bereits vor der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 vorgenommen, das bezirkliche Integrationsbüro zu stärken. Jetzt hat es die geplante Personalzahl von acht Mitarbeitern erreicht und weitet seine Tätigkeiten aus. Schwerpunkte sind die „nachholende Integration“ von Migranten, die schon länger in Berlin leben, zusätzliche Angebote für Flüchtlinge, die „Stärkung von Beteiligungsstrukturen“ sowie das Engagement gegen Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit.

Man unterstützt viele Projekte wie das von Bürgern gegründete interkulturelle Zentrum Ulme 35 in Westend und das Haus der Nachbarschafft am Volkspark Wilmersdorf. Insgesamt „fließen jährlich 600.000 bis 700.000 Fördermittel durch das Büro“, sagt der seit zweieinhalb Jahren amtierende Integrationsbeauftragte Leon Friedel. Unterdessen denkt Naumann schon weiter, er will die „interkulturelle Öffnung der Verwaltung“ verstärken – also mehr Menschen mit Migrationshintergrund im Bezirksamt anstellen.

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