Namen & Neues

SPD regt Straßensperrungen vor Grundschulen an

Veröffentlicht am 25.01.2019 von Cay Dobberke

Für ein Pilotprojekt „Sicherer Schulweg“ mit temporären Straßensperrungen vor Grundschulen spricht sich die SPD-Fraktion im Rathaus Charlottenburg aus – wir hatten darüber schon kurz berichtet. Beschlossen ist noch nichts, in der Januar-Sitzung der BVV wurde der Antrag zur Beratung in die Ausschüsse überwiesen. Aber schon jetzt sind Tagesspiegel-Autorin Helena Davenport und Redakteur Stefan Jacobs der Sache nachgegangen.

Für den ersten Test hat der SPD-Bezirksverordnete Martin Burth die Nehring-Grundschule nominiert, weil dort alle Schüler zur selben Zeit Schulschluss haben. Außerdem ist die Nehringstraße, an der die Ganztagsschule liegt, ein verkehrsberuhigter Bereich. Fußgänger hätten hier sowieso Vorrecht, sagt Burth. Dennoch kommt es laut Schulleiterin Aina Lappalainen morgens und nachmittags oft zu gefährlichen Situationen, wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto bringen oder abholen und dabei gern mal in der zweiten Reihe parken. Auch zwei Behindertenparkplätze würden immer wieder unrechtmäßig besetzt, sagt sie.

Ein 400 Meter langer Abschnitt der Nehringstraße solle vor Schulbeginn und zum Schulschluss je eine Dreiviertelstunde lang für Kraftfahrzeuge gesperrt werden, fordert die SPD. Autofahrende Eltern könnten an den Rändern dieser Zone kurz an sogenannten Kiss-and-Go-Haltestellen stoppen, aber nicht parken. Für den Start des Pilotprojekts schlägt Burth die erste Woche nach den Sommerferien vor. Nach seinen Beobachtungen neigen viele Eltern bisher dazu, die Schüler bis in den Klassenraum zu begleiten. Das Auto bleibe währenddessen auf dem Gehweg stehen.

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