Namen & Neues

Planerische Grundlage für den Westkreuzpark beschlossen

Veröffentlicht am 31.05.2019 von Cay Dobberke

Mit rund zweimonatiger Verspätung hat der Berliner Senat den Flächennutzungsplan (FNP) für das brachliegende Bahngelände zwischen dem S-Bahnhof Westkreuz und der Heilbronner Straße geändert und so den Weg für den geplanten Westkreuzpark geebnet. Der ursprünglich im März geplante Beschluss verzögerte sich, weil der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Zustimmung zur Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) von einer Einigung bei innenpolitischen Streitthemen abhängig gemacht hatte.

Nun lautet das erklärte Ziel, die „Freiraumpotenziale“ für die Erholung zu erschließen, ihre „Vernetzung mit der westlichen Innenstadt sowie der Grunewald-Seenkette zu stärken“ und parallel zur Bahnlinie eine „städtebaulich qualifizierte Weiterentwicklung des Ortsteils Halensee vorzubereiten“. Die vorgesehenen Grünflächen seien stadtklimatisch wichtig für „Kaltluftbildung und Kaltluftbahnen“ und damit für „die Wohnqualität im städtischen verdichteten Raum“, heißt es.

Südlich des Bahngeländes werden „gemischte Baufläche und Wohnbaufläche“ ausgewiesen. Eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erklärte auf Nachfrage allerdings, dass nicht absehbar sei, ob und wann es an dieser Stelle tatsächlich zu Wohnungsbau komme.

Wirksam wird der geänderte FNP wird nach einer Zustimmung durch das Abgeordnetenhaus und der Veröffentlichung im Amtsblatt. Anschließend kann das Bezirksamt das Bebauungsplanverfahren starten. Die Deutsche Bahn hat ihre Brache zwar bereits an einen privaten Investor verkauft, doch machte der Bezirk sein Vorkaufsrecht geltend. Jetzt ist für Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) klar, dass es keine Genehmigung für private Projekte geben wird. Allerdings sei mit einem jahrelangen Rechtsstreit zu rechnen. Lesen Sie dazu auch unseren Hintergrundbericht auf tagesspiegel.de.

Foto und Grafik: TSP