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Mehr Lärmschutz beim Musikfestival Lollapalooza

Veröffentlicht am 30.08.2019 von Cay Dobberke

Nun ist es amtlich. Nachdem vor drei Wochen ein Entwurf der Senatsumweltverwaltung für strengere Lärmschutzauflagen beim Musikfestival Lollapalooza am 7. und 8. September bekannt geworden war, hat die Verwaltung den Veranstaltern soeben eine entsprechende Genehmigung erteilt. Gleichzeitig heißt es, Lollapalooza solle „dauerhaft“ im Olympiapark stattfinden. Das Ziel laute, die „Akzeptanz an diesem Ort“ zu gewährleisten. Im Vorjahr habe es zahlreiche „begründete“ Bürgerbeschwerden gegeben. „Insbesondere vor tieffrequenten Geräuschen können sich die Anwohner durch das Schließen ihrer Fenster nicht ausreichend schützen.“

Theoretisch könnten viele Betroffene auf Kosten der Veranstalter zwei Nächte lang in Hotels übernachten. Ab einem Schallpegel von 76 Dezibel sollen Anwohner ein Recht auf ein Ersatzquartier haben. Zuvor lag die Grenze bei 80 Dezibel. Lollapalooza-Sprecher Tommy Nick rechnet mit „potenziell“ 1400 Haushalten. Ob wirklich eine große Zahl von Menschen in Westend die Flucht vor der Musik ergreift, scheint aber fraglich. Nur drei Anwohner hatten das Angebot im vorigen Jahr genutzt.

Lollapalooza bietet online einen Anwohnerservice an. Die Senatsumweltverwaltung hat ihren Genehmigungsbescheid veröffentlicht. Beim fünften Festival in Berlin treten Stars wie Marteria & Casper, Kings of Leon und Billie Eilish auf. Mit dem angekündigten Dauerstandort im Olympiapark sind die ständigen Ortswechsel passé. In den ersten drei Jahren hatte Lollapalooza auf dem Tempelhofer Feld, im Treptower Park und in Hoppegarten gastiert.