Namen & Neues

Initiative für saubere Schulen

Veröffentlicht am 13.09.2019 von Cay Dobberke

Die ursprünglich in Neukölln gegründete Bürgerinitiative „Schule in Not“ setzt sich jetzt auch in Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow und Tempelhof-Schöneberg für die Rekommunalisierung der Schulreinigung ein. Die jetzigen Reinigungskräfte privater Dienstleister hätten zu wenig Zeit und daher keine Chance, die Schulen ausreichend zu putzen, heißt es. Bei den öffentlichen Ausschreibungen gewinne oft das billigste Angebot. Probleme wie dreckige Toiletten oder verschmutzte Schulflure und Klassenräume ließen sich nur lösen, wenn die Bezirksämter wieder eigenes Personal einsetzten.

Dieses Ziel will man mit Einwohneranträgen in den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) erreichen, für die je 1000 Unterschriften gesammelt werden müssen. „Wir stoßen bei Eltern, Lehrkräften, Hausmeistern und Reinigungskräften auf großen Zuspruch“, sagen die Initiatoren. Sie berichten von Grundschülern, die kein Wasser trinken, um nicht auf die Toilette gehen zu müssen, und von Eltern, die Schulen selber reinigen. Dafür findet Anne Zetsche, Elternvertreterin aus Charlottenburg-Wilmersdorf klare Worte: „Da stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt und Eltern putzen die Schule, das kann nicht sein.“

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