Namen & Neues

Popup-Radspuren in der Kantstraße noch immer nicht fertig

Veröffentlicht am 08.05.2020 von Cay Dobberke

Ende April begann eine Firma damit, im Auftrag des Bezirksamts temporäre Fahrradspuren in der Kantstraße mit gelben Streifen zu markieren. Doch seit der schnellen Fertigstellung des ersten Abschnitts auf der Neuen Kantstraße und am Amtsgerichtsplatz in Fahrtrichtung Osten hat sich wenig getan. Die für Radler reservierte Spur reicht nur bis zur Leibnizstraße. In der westlichen Richtung ist bisher gar nichts zu sehen. Bau- und Verkehrsstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) begründet dies mit zu viel Regen. Auf nassem Asphalt würden die Markierungen nicht haften. Bei trockenem Wetter, wie es Meteorologen für die nächste Woche erwarten, könnten die Arbeiten wohl innerhalb von vier Tagen abgeschlossen werden.

Ein großes Problem bleiben Falschparker, wie Tagesspiegel-Redakteur Jörn Hasselmann am heutigen Freitag beobachtete. An mehreren Stellen versperren Autos schon die fertigen Teile des Radwegs. Stadtrat Schruoffeneger hatte ursprünglich gehofft, dass es nicht dazu kommt, weil die Anfang Mai geänderte deutsche Straßenverkehrsordnung für das „Halten auf Fahrrad-Schutzstreifen“ ein Bußgeld von mindestens 55 Euro vorsieht.

Eine Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr und eine dauerhafte Radspur fordern der Berliner Fahrgastverband Igeb und der Verein Changing Cities. In Kopenhagen seien vergleichbare Straßen erfolgreich gesperrt worden, argumentieren die Vereine. Lieferwagen könnten über Seitenstraßen in die Kantstraße gelangen. Bisher ist die Radspur nur bis Ende Mai befristet. Ob sie länger bleibt, hängt von den weiteren allgemeinen Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ab. Lesen Sie mehr dazu auf tagesspiegel.de.