Namen & Neues

Eisstadion und andere Flächen könnten Open-Air-Veranstaltungsorte werden

Veröffentlicht am 07.08.2020 von Cay Dobberke

Wegen der teils existenzgefährdenden Folgen der Coronakrise für die Clubszene und die Veranstalterbranche sucht deren Interessenvertretung, die Clubcommission Berlin, stadtweit nach öffentlichen Flächen für Partys, Techno-Raves, Konzerte oder andere Events unter freiem Himmel. Laut Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) sprach das Bezirksamt in seiner jüngsten Sitzung mit zwei eingeladenen Vertretern der Clubcommission. Zwei vorgeschlagene Orte waren zuvor als ungeeignet eingestuft worden.

Nun werden drei Alternativen geprüft, nämlich das bezirkseigene Eisstadion Wilmersdorf an der Fritz-Wildung-Straße, der Sommergarten auf dem Messegelände am Funkturm und das Maifeld beziehungsweise der Olympiapark.

Wichtig sei die „Anwohnerverträglichkeit“, sagt Naumann. Die Teilnehmerzahl müsse begrenzt und die Nachtruhe im gewünschten wöchentlichen Zeitraum (freitag bis sonntags) gewahrt werden.

Über das Messe- und das Olympiagelände entscheidet nicht das Bezirksamt. Es will deshalb den Berliner Senat kontaktieren. Die Senatssportverwaltung teilte uns bereits mit, das Maifeld stehe „als Veranstaltungsort für öffentliche Partys nicht zur Verfügung“. Es diene bis Ende September „durchgehend als Sportanlage“ für Cricketspieler. Außerdem erstrecke sich die Baustelle für die laufende Sanierung der Maifeld-Tribünen bis auf Teile des Geländes.

Ob andere Teile des Olympiaparks infrage kommen, ist noch unklar. Der Clubcommission geht es nicht um Massenveranstaltungen, sondern um Flächen für wenige hundert Besucher. Sie hat 20 Orte in ganz Berlin vorgeschlagen und wird bei ihrer Suche auch von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) unterstützt.