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Prinzregentenstraße: Bezirk verringert Abstand zwischen geplanten Pollern

Veröffentlicht am 13.11.2020 von Cay Dobberke

Eine neue „Diagonalsperre“ soll Autofahrer endlich davon abhalten, die als Fahrradstraße ausgewiesene Prinzregentenstraße verbotenerweise zu durchqueren. Nach der jetzigen Regelung müssen Autos an der Kreuzung Durlacher Straße nach links oder rechts abbiegen. Nur Radler dürfen auf einer rot unterlegten Spur geradeaus fahren und haben außerdem Vorfahrt in der Prinzregentenstraße. Tagesspiegel-Verkehrsexperte Jörn Hasselmann sah aber bei einem einstündigen Besuch, dass 90 Prozent der Autofahrer die Verkehrszeichen missachten und die Radspuren auch für Pkw breit genug waren.

Unsere Leserin Anke Schirmer bestätigt diese Beobachtung. Wer den Autos im Weg stehe, werde „angepöbelt oder gar angefahren“. Letzteres sei ihr selbst als Fußgängerin passiert. Der Fahrer des Wagens habe auch danach nicht angehalten, zum Glück sei ihr so gut wie nichts passiert.

Als erste Reaktion auf die Probleme habe das Bezirksamt am Mittwoch „provisorisch zusätzliche Baken aufgestellt“, sagte Bau- und Verkehrsstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne). In den kommenden Tagen sollen Poller installiert werden. Ursprünglich war zwischen diesen ein Abstand von je 2,40 Metern geplant. „Das haben die Fahrradverbände so gewollt“, betonte Schruoffeneger. Nun aber soll der Abstand auf zwei Meter verringert werden.

Sollte auch das nicht reichen, um die Durchfahrt von Autos zu verhindern, wäre es laut Schruoffeneger denkbar, auf „Abstandsflächen“ beiderseits der Radspur zu verzichten. Da diese jeweils 25 Zentimeter messen, würde es dann nur noch 1,90 Meter breite Lücken geben.