Namen & Neues

Avus-Tribüne wird ab September zur TV-Station

Veröffentlicht am 19.02.2021 von Cay Dobberke

Seit dem Sommer 2017 lässt der der Unternehmer Hamid Djadda die denkmalgeschützte Avus-Tribüne zwischen der Stadtautobahn und dem Messedamm modernisieren. Zum 100. Jubiläum der Avus im September plant er die feierliche Wiedereröffnung mit einer neuen Nutzung. Der Fernsehsender Hauptstadt TV habe „langfristig die komplette Tribüne gemietet“, sagt Djadda (wir haben darüber schon im Mai 2020 berichtet). Die Bauarbeiten lägen „voll im Zeitplan“.

Zweifel an der pünktlichen Fertigstellung äußerte Bezirksbaustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) im Stadtentwicklungsausschuss der BVV. Im Dezember vorigen Jahres habe Djadda dem Bezirksamt einen „Nachtrag“ zu seinen Umbauplänen gesandt. Nun müsse dies denkmalrechtlich geprüft werden.

Djadda sieht aber kein Problem. Es gehe nur darum, dass er die Tribüne nun auf ihrer ganzen Länge von rund 240 Metern sanieren wolle. Ursprünglich habe er auf 80 Metern nicht bauen dürfen, weil unklar gewesen sei, wie die Avus nach dem geplanten Umbau des Autobahndreiecks Funkturm verlaufen soll. Inzwischen stehe fest, dass sich für die Tribüne nichts ändere. Mehrere Behörden hätten die Ausweitung seiner Bauarbeiten genehmigt, nur ein Amt müsse noch zustimmen.

In Neukölln betreibt der im Iran geborene und in Hamburg aufgewachsene Unternehmer auch die Marzipankonfekt-Marke OHDE Berlin. Vor gut einem Jahr gründete er außerdem den Verein Erste Sahne, um Berliner Mieter vor der Verdrängung durch Spekulanten zu schützen.