Namen & Neues
Nachzählung bringt Grünen-Politiker Alexander Kaas Elias doch noch ins Abgeordnetenhaus
Veröffentlicht am 01.10.2021 von Pauline Faust
„In mir überschlägt sich gerade alles“, sagt Alexander Kaas Elias (Grüne). Laut dem vorläufigen Wahlergebnis hätte er mit acht Stimmen das Direktmandat für das Abgeordnetenhaus verpasst und seine Konkurrentin Franziska Becker (SPD) gesiegt. Am Freitag wurden aufgrund des knappen Ausgangs die Erststimmen nachgezählt: Für Kaas Elias wurden 6399 Stimmen festgestellt, bei Becker waren es nur 6376. Somit zieht der Grüne nun doch ins Abgeordnetenhaus. Von dem Ergebnis erfuhr der Politiker am Handy, eine Kollegin rief ihn an, als er zum Weg zur Auszählung war.
Kaas Elias freut sich, ist aber auch nachdenklich: „Es ist immer auch hart in der Politik. Ich habe natürlich Mitgefühl, falls deshalb jemand anderes kein Mandat hat.“ Durch die richtige Auszählung verschiebt sich nämlich, wer kommende Legislaturperiode im Berliner Parlament sitzt. Der Grüne wäre ohne Direktmandat nicht gewählt, nun verliert daher der über die Liste eingezogene Stefan Taschner sein Mandat. Er war seit 2016 Abgeordneter und Mitinitiator des Berliner Energietisches.
Mit Kaas-Elias zieht ein weiterer Neuling in der Grünen-Fraktion ein. Das Hin-und-Her kommt daher, dass durch die Zweitstimmen die prozentuale Aufteilung der Plätze festgelegt wird. Franziska Becker behält als Spitzenkandidatin im Bezirk auch so ihren Platz im Abgeordnetenhaus.