Namen & Neues
Rauf und runter am Rathenauplatz
Veröffentlicht am 22.12.2023 von Cay Dobberke
Wechselhaft entwickelt sich das Bauprojekt der Berliner Spree Group auf dem Gelände der Esso-Tankstelle am Rathenauplatz / Ecke Hubertusallee. Im Sommer 2022 wurde der Entwurf des Architekten Max Dudler für ein 59 Meter hohes Bürohaus von der damaligen grün-roten Zählgemeinschaft in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf abgelehnt. Später vereinbarte die heutige BVV-Zählgemeinschaft der CDU und Grünen, dem Vorhaben doch noch den Weg zu ebnen.
Davon ermutigt, warb die Leiterin der Entwicklungsabteilung der Spree Group, die Architektin Jasmin Arjang, für eine verdoppelte Bauhöhe. Ein solcher Turm hätte mit 118 Metern die Größe der Hochhäuser „Upper West“ und „Zoofenster“ am Breitscheidplatz erreicht. Doch nun ist das Unternehmen zur alten Planung zurückgekehrt.
Jasmin Arjang begründet dies mit der „Langwierigkeit einer Umsetzung“ des Hochhausprojekts sowie der Idee einer Wohnsiedlung über der Stadtautobahn.
Diese Vision hatte sie im Sommer dieses Jahres zusammen mit dem Architekten Andreas Becher präsentiert. Nach Tagesspiegel-Informationen reagierte besonders die Berliner Stadtentwicklungsverwaltung skeptisch.
Der Charlottenburg-Wilmersdorfer Baustadtrat Christoph Brzezinski (CDU) sagt, das Bebauungsplanverfahren gemäß Dudlers altem Entwurf solle Anfang 2024 mit einem Aufstellungsbeschluss des Bezirksamts starten. Neben Büros sind auf dem Grundstück auch öffentliche „Gemeinschaftsflächen“ geplant.