Namen & Neues
Stadtrat schlägt neue Orte für den Thai-Markt vor
Veröffentlicht am 12.01.2024 von Cay Dobberke
Der thailändische Streetfood-Markt soll den Preußenpark verlassen. So lautet das umstrittene Ziel des Charlottenburg-Wilmersdorfer Umweltstadtrats Oliver Schruoffeneger (Grüne) und der schwarz-grünen Mehrheit in der Bezirksverordnetenversammlung. Soeben hat Schruoffeneger den BVV-Fraktionen zwei Ersatzstandorte zur Wahl gestellt und um eine „Empfehlung der zuständigen Ausschüsse bis zum 15. Februar“ gebeten. Die nächste Marktsaison beginnt im April.
Eine der Ideen lautet, die Gehwege der Württembergischen Straße im Bereich zwischen dem Hohenzollerndamm und der Pommerschen Straße zu nutzen. Als Alternative nennt Schruoffeneger einen Teil der Barstraße sowie den benachbarten Fehrbelliner Platz. Vor dem früheren Rathaus Wilmersdorf findet zwei Mal wöchentlich schon ein anderer Streetfood-Markt statt.
Er rechne mit keinen Anwohnerprotesten, sagte Schruoffeneger dem Tagesspiegel. An beiden Orten gebe es rundum nur Amtsgebäude.
Die Zählgemeinschaft der CDU und Grünen habe noch nicht darüber beraten, sagte die Vorsitzende des Umweltausschusses, Sibylle Centgraf, nach dessen gestriger Sitzung. Für den Februar wurde eine Sondersitzung der drei Ausschüsse für Umwelt, Stadtentwicklung und Wirtschaft vereinbart. Der genaue Termin steht noch nicht fest.
Verworfen hat das Bezirksamt einen Umzug des Markts auf den östlichen Fahrbahnteil der Brandenburgischen Straße. Dies war Schruoffenegers erste Idee. Doch nun sagt er, seine Verwaltung habe den „regelmäßigen erheblichen Aufwand für die Herstellung der Verkehrssicherheit gegenüber dem fließenden Verkehr“ als Problem benannt.
Gegen die vierte geprüfte Variante – eine Verlagerung an den Julius-Morgenroth-Platz und die Brienner Straße – spricht nach Angaben des Stadtrats, dass dort Feuerwehrzufahrten frei gehalten werden müssen.
Die SPD lehnt alle Umzugspläne ab. Man sei „empört“ darüber, dass der Thailändische Verein in Berlin keine Informationen des Bezirksamts erhalten habe, sagt die Vize-Fraktionsvorsitzende in der BVV, Claudia Buß. „Die vorgeschlagenen Varianten und Ausgestaltungen sind wenig konkret und haben keine klare Konzeptgrundlage.“