Sport
Veröffentlicht am 18.02.2022 von Cay Dobberke
„Rollschuhmutti“ mit 106 Jahren gestorben. Als älteste Charlottenburgerin galt die ehemalige Eislauf- und Rollschuhtrainerin Hildegard Lehmann. Am 14. Januar feierte sie noch gut gelaunt ihren 106. Geburtstag (Foto hier). Dazu gratulierte ihr auch Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch (Grüne). Doch wenig später, am 6. Februar, starb „Hilde“, wie sie allgemein genannt wurde. Der Sport-Club Charlottenburg (SCC) dankt ihr auf seiner Webseite. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Hildegard Lehmann vielen Berliner Kindern zuerst das Rollschuhlaufen beigebracht, was zu ihrem Spitznamen „Rollschuhmutti“ führte. Sie war aber auch Eisläuferin. 1949 trat sie dem SCC als Übungsleiterin für diese Sportart und als Vorstandsmitglied bei.
Dafür wurde sie später vielfach geehrt. Lehmann erhielt die silberne und goldene Ehrennadel des Vereins, der sie 2006 zum Ehrenmitglied erklärte. Im gleichen Jahr zeichnete das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf sie mit der Bürgermedaille aus. Hinzu kamen die Ehrenplakette des Landessportbunds und die Senatsehrenplakette.
Bis zum Beginn der Corona-Pandemie nahm Hildegard Lehmann noch an vielen SCC-Veranstaltungen teil. Sie wirkte lange in der Seniorenabteilung mit und half als Streckenposten beim Berlin Marathon oder beim Staffellauf Potsdam–Berlin. Ein ausführliches Porträt der „tollen Frau“ können Sie bei der Stiftung Unionhilfswerk Berlin lesen, der Hildegard Lehmann lange angehörte.
- Vor 33 Jahren, am 17. Februar 1989, starb Berlins Fußball-Idol Hanne Sobek. Als Spieler und Trainer war er bei Hertha BSC berühmt geworden. Wie der Tagesspiegel seinerzeit über die Trauer um Sobek berichtet hatte, zeigen wir auf Twitter unter @TspLeuteSport.
- Ebenfalls bei Twitter ist zu sehen, dass am Olympiastadion in diesen stürmischen Tagen die Olympischen Ringe vorsichtshalber heruntergenommen wurden, auch ein seltener Anblick.