Kiezgespräch

Veröffentlicht am 10.01.2020 von Cay Dobberke

Schreiben Sie uns über Gedenkorte für den NS-Terror. 2020 jährt sich nicht nur das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal, sondern auch die Befreiung des nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar. Aus diesem Anlass bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns Gedenkorte für Nazi-Opfer im Bezirk und in Ihrem Kiez zu benennen, die Ihnen besonders wichtig sind (per E-Mail an cay.dobberke@tagesspiegel.de). Es kann auch ein Haus sein, vor dem außergewöhnlich viele Stolpersteine liegen. Ende Januar stellen wir diese Orte in den Leute-Newslettern, auf tagesspiegel.de und in der gedruckten Zeitung vor.

Zu den bekanntesten Gedenkstätten in Charlottenburg-Wilmersdorf gehört das Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Grunewald, das an die Juden-Deportationen erinnert. In der Gedenkregion Charlottenburg-Nord gibt es einen „Pfad der Erinnerung“, die Gedenkstätte Plötzensee in der einstigen Haftanstalt und Hinrichtungsstätte, das Ökumenische Gedenkzentrum Plötzensee und die katholische Gedenkkirche Regina Martyrum.

Hinzu kommen unter anderem die Denkzeichen zur Erinnerung an die Ermordeten der NS-Militärjustiz am Murellenberg, die im Dezember von Unbekannten beschädigt wurden. Außerdem wurden im Bezirk bereits über 3300 Stolpersteine verlegt – mehr als in jedem anderen Berliner Stadtteil.

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