Kiezgespräch
Veröffentlicht am 13.11.2020 von Cay Dobberke
Eine „Perlenkette aus Licht“ sollte einmal acht Bahnbrücken in Charlottenburg nachts in hellem Licht erstrahlen lassen. Aus Geldmangel wurden in den Jahren 2013 bis 2015 allerdings nur drei der künstlerisch gestalteten Beleuchtungen realisiert – über der Bleibtreustraße neben dem S-Bahnhof Savignyplatz sowie am Bahnhof Zoo über der Hardenbergstraße und der Kantstraße. Jetzt ist unserem Leser Jan Ackermann aufgefallen, dass die Brücke in der Kantstraße „praktisch völlig im Dunkeln liegt“.
Wir haben nachgeschaut und ein Foto gemacht, das Sie hier sehen können. Tatsächlich leuchtet nur noch einer der vielen Strahler. Bau- und Verkehrsstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) zeigte sich davon überrascht. Man habe umgehend „eine Firma mit der Überprüfung und Reparatur beauftragt“.
Unter dem Motto „Der Star ist der Stahl“ hatten Lichtplaner der Firma Arup Deutschland und der Künstler Hans Peter Kuhn vor gut fünf Jahren eine erklärtermaßen minimalistische Beleuchtung der Trägerelemente mit „kalt- und warmweißem Licht“ installiert und „ästhetisch Bezug auf die Lichtwerke der Neuen Sachlichkeit“ genommen. Dieses Konzept unterschied sich deutlich von der interaktiven Beleuchtung, die andere Künstler in der Bleibtreustraße geschaffen haben. An der dortigen Brücke reagieren farbige Lichtwellen auf Bewegungen der Passanten und fahrende Autos.