Cay Dobberkes Tipp für Sie

Veröffentlicht am 19.07.2019

Auf ein Eis am Rathaus. Seit drei Generationen verkauft die italienische Familie Faldon in mehreren Berliner Läden ihr selbstgemachtes Eis. Mit der Faldon Eismanufaktur an der Otto-Suhr-Allee 104, links neben dem Rathaus Charlottenburg, machte sich der junge Valentino Faldon vor drei Jahren selbstständig, nachdem er schon als Teenager im elterlichen Betrieb mitgearbeitet hatte. Besonderen Wert legt er auf gute Zutaten, von denen die meisten aus ökologischer Landwirtschaft stammen. Die Milch kommt aus einer „Gläsernen Molkerei“ in Brandenburg, die Pistazien sind sizilianischen Ursprungs. Alles ist frei von Aroma-, Konservierungs- oder Farbstoffen.

Ein Schild verkündet: „Unsere Produktion findet ausschließlich hier in unserem hauseigenen Labor statt.“ In gewisser Weise passt das Wort „Labor“ tatsächlich, denn Faldon experimentiert oft und gerne mit neuen Sorten. Neben Klassikern wie Vanille- und Schoko-Eis oder Stracciatella gibt es derzeit beispielsweise die Sorte „Heumilch, Honig, Mohn“ oder „Better than Snickers“ mit Erdnüssen, belgischer Schokolade und hausgemachtem Karamell. Wir haben diese und andere Geschmacksrichtungen ausprobiert und für sehr lecker befunden. Je nach Sorte kostet eine Kugel 1,50 oder 2 Euro. Jeweils vom März bis zum Oktober öffnet die Eismanufaktur in der Regel von 11 bis 20 Uhr, bei schlechtem Wetter ist auch mal früher Schluss.

Aus den vielen tollen Eisdielen in der City West nur eine hervorzuheben, ist eigentlich etwas unfair – und hat damit zu tun, dass der Autor dieses Newsletters oft auf dem Weg ins Rathaus Charlottenburg an dem Geschäft vorbeikommt. Gerne können Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns Ihr eigenes Lieblings-Eislokal und dessen Besonderheiten nennen (per E-Mail an cay.dobberke@tagesspiegel.de). Diese Zuschriften fassen wir dann in einem weiterem Tipp zusammen.

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