Cay Dobberkes Tipp für Sie

Veröffentlicht am 29.11.2019

Zum Beginn der Adventszeit stellen wir einige der schönsten Konzerte und Weihnachtsmärkte vor. Eine besondere musikalische Reihe ist beispielsweise der Adventskalender der Deutsche Oper Berlin an der Bismarckstraße 35. Vom kommenden Montag bis zum 23. Dezember singen und musizieren Ensemblemitglieder jeweils montags bis freitags ab 17 Uhr im Rang-Foyer, im Foyer oder in der Tischlerei. Außerdem wird über Kunst und Musik gesprochen. Der Eintritt ist frei. Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) eröffnet den „Adventskalender“ am 2. Dezember.

Mit Gospelmusik gastieren die 30 Sängerinnen und Sänger des Chores Gospelboat Berlin am Sonnabend, 30. November, ab 19 Uhr im Haus Eichkamp, Zikadenweg 42a, sowie am 14. Dezember ab 19.30 Uhr im evangelischen Campus Daniel an der Brandenburgischen Straße 51. Bei beiden Konzerten ist der Eintritt frei, es wird jedoch um Spenden gebeten.

Traditionelle Kirchenlieder in modernem Sound verspricht die Trinitatiskirche am Karl-August-Platz für das Konzert „Piano solo“ mit Michael Schütz am Freitag, 6. Dezember, ab 19 Uhr. Dazu gehören ein Samba zu „Ich steh an deiner Krippen hier“ und andere bekannte Melodien aus dem Gesangbuch, die der Pianist mit „jazzigen Akkorden und anregenden Rhythmen“ verbindet. Im ersten Teil des Konzerts lädt er die Besucher zum Mitsingen ein. Getränke und Häppchen serviert der Förderverein Kirchenmusik in der Pause. Der Eintritt ist frei.

Zwei Weihnachtskantaten aus dem 19. Jahrhundert werden am Sonnabend, 7. Dezember, ab 17 Uhr in der Kreuzkirche am Hohenzollerndamm 130a aufgeführt – nämlich „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy und „Der Stern von Bethlehem“ von Josef Gabriel Rheinberger. Das Konzert gestalten der Kirchenchor, das Orchester Kreuz+, der Knabenchor Berlin sowie die Solisten Angela Postweiler (Sopran) und Florian Hille (Bariton). Der Eintritt kostet 15, ermäßigt 12 Euro. Einen Kartenvorverkauf gibt es am 3. und 5. Dezember jeweils 16 bis 18 Uhr im Pfarrbüro am Hohenzollerndamm 130.

Das zehnköpfige Blechbläserensemble Jericho Brass Berlin spielt am Sonntag, 8. Dezember, in der Epiphanienkirche an der Knobelsdorffstraße 72. Das Konzert „Vom Himmel hoch“ beginnt um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Ein gemeinsames Adventskonzert der Neuen Luisenkantorei, des Luisen-Vokalensembles und des Kammerchors Vocantare (angefragt) gibt am Montag, 9. Dezember, ab 20 Uhr in der Luisenkirche am Gierkeplatz. An der Orgel spielt Jack Day. Der Eintritt frei, es wird aber um Spenden für den Neubau der Kirchenorgel gebeten.

Weihnachtslieder von der Renaissance bis heute erklingen am 14. Dezember ab 18 Uhr in der Kirche Am Hohenzollernplatz. Unter dem Titel „Deutsche Liedweihnacht – Von Dornen und Engeln“ singt der Hugo-Distler-Chor Berlin, begleitet von Daniel Clark
an der Orgel. Angekündigt werden „Choralbearbeitungen aus der Zeit der Reformation ebenso wie Sätze von J.S. Bach, Mendelssohn und Reger, aber auch kunstvolle Arrangements aus unserer Zeit von Barbe, Distler und G. Raphael„. Bei beliebten Weihnachtsliedern können die Besucher mitsingen. Karten kosten 9 bis 15 Euro (Vorverkauf unter hugo-distler-chor.de oder Tel. 530 45 099).

Eine Aufführung für die ganze Familie ist „Messiah für Kinder“ in der Lindenkirche (14. Dezember ab 16 Uhr, Homburger Straße 48, Eintritt: 5 Euro). In dem Kinder-Oratorium wird die Weihnachtsgeschichte erzählt und musikalisch mit Stücken aus „Messiah“ (der Messias) von Georg Friedrich Händel untermalt. Es singen die Berliner Kantorei und Solisten.

Händels „Messiah“ erklingt am Sonntag, 15. Dezember, ab 16 Uhr auch in der Grunewaldkirche an der Bismarckallee 28b – hier allerdings in der gewohnten Form. Beteiligt sind die Berliner Kantorei, der Berliner Mädchenchor, Sinfonietta 92 und vier Solisten unter der Leitung von Kreiskantor Matthias Schmelmer. Karten kosten 5 bis 36 Euro und sind vorab im Gemeindebüro, unter Tel. 897 33 353 oder unter reservix.de erhältlich.

Viel Musik gibt es natürlich auch in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche auf dem Breitscheidplatz. Dazu gehört am Dienstag, 10. Dezember, ab 19 Uhr das „Weihnachtskonzert der Vokalsolisten“ mit Werken von Buxtehude, Monteverdi, Saint-Saëns und Vivaldi. Die Sängerinnen und Sänger sind Absolventen renommierter Hochschulen und stehen oft auch als Solisten auf der Bühne. In der Kirche treten sie mit einem Kammerensemble auf (Eintritt: 15, ermäßigt 10 Euro). An gleicher Stelle folgt am Freitag, 13. Dezember, ab 19.30 Uhr das Weihnachtskonzert des NDR-Chores unter dem Titel „A Hymn to the Virgin“ mit Werken von Benjamin Britten, Johannnes Brahms, Wilhelm Killmayer, Josef Gabriel Rheinberger und Michael Praetorius. Karten dafür kosten 20, ermäßigt 15 Euro.

Eine Auswahl interessanter Weihnachtsmärkte finden Sie auf weihnachten.tagesspiegel.de. Dazu gehört der Markt vor dem Schloss Charlottenburg, der als einer der schönsten in Berlin gilt. In einem Pavillon präsentiert dort auch der Tagesspiegel-Shop viele Geschenkideen – zum Beispiel Adventskalender, Schmuck, Spiele für Kinder, den neuen Kiezkalender, Bücher der Tagesspiegel-Autoren, die Dokumentation zum 30. Mauerfall-Jubiläum und den Berlin-Rucksack. Der Markt kann bei freiem Eintritt bis zum 26. Dezember besucht werden (Mo. bis Do. 1422 Uhr, Fr. bis So.. 1222 Uhr. Heiligabend geschlossen, am 25. und 26. Dezember 12–20 Uhr).

Ein Klassiker ist der 36. Weihnachtsmarkt rund um die Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz, der bis zum 5. Januar dauert (Mo. bis Do. 1121 Uhr, Fr. und Sa. 1122 Uhr, am Heiligabend 11-14 Uhr, am 25. und 26. Dezember 1321 Uhr, Silvester 111 Uhr, Neujahr 1321 Uhr).

Auch in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße gibt es Buden und Musik (bis zum 28. Dezember, Mi. bis Fr. 1121 Uhr, Sa. 1021 Uhr, So. 12 19 Uhr, am Heiligabend 10-14 Uhr, am 25. und 26. Dezember geschlossen).

Drei Tage dauert der Weihnachtsmarkt im St.-Michaels-Heim an der Bismarckallee 23. Am heutigen Freitag bleibt er bis 20 Uhr geöffnet. Weiter geht es am Sonnabend von 14 bis 20 Uhr und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr.

Einen dänischen Weihnachtsmarkt kann man in der Christianskirken an der Brienner Straße 12 erleben. Am Sonnabend, 30. November, von 12 bis 19 Uhr, und am folgenden Sonntag von 12 bis 18 Uhr gibt es Live-Jazzmusik und nordische Spezialitäten wie Smørrebrød, Mini-Krapfen und Lakrids.

Der schwedische Weihnachtsbasar in der Victoriagemeinde an der Landhausstraße 26 findet am Sonnabend, 30. November, von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr statt. Eintritt: 1 Euro.

„A Very British Christmas“ heißt der Weihnachtsmarkt in der anglikanischen Kirche St. George’s (Preußenallee 17-19) am 7. Dezember von 14 bis 18 Uhr – mit englischen Leckereien wie „Mince Pies“, traditioneller Handwerkskunst, „Carol-Singers“, Dudelsackmusik, Gedichtelesungen und einer Tombola.

Auf dem Fehrbelliner Platz gibt es an jedem Adventswochenende (samstags und sonntags von 12 bis 20 Uhr) einen veganen Weihnachtsmarkt mit kulinarischen Angeboten, Livemusik und Künstlern (mehr dazu unter umweltkalender-berlin.de).

Den Kunsthandwerklichen Weihnachtsmarkt vor dem Bröhan-Museum an der  Schloßstraße 1a veranstaltet das Kiezbündnis Klausenerplatz am Sonnabend, 7. Dezember, von 14 bis 20 Uhr, und am folgenden Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Dort bieten ausschließlich Kunsthandwerker und Künstler aus dem Kiez ihre Produkte an. Dazu gibt es Glühwein, Kuchen, Würstchen und Knabberzeug.

Kunsthandwerk prägt auch das Straßenfest Weihnachten in Westend, das der Verein „Family & Friends“ am 21. und 22. Dezember in der Preußenallee ausrichtet.

Die vielen Basare und Märkte in Kirchengemeinden können wir nicht alle aufzählen und empfehlen stattdessen diese Übersicht des evangelischen Kirchenkreises. Eine der ältesten und größten Veranstaltungen ist der 42. Grunewalder Weihnachtsmarkt rund um die Grunewaldkirche an der Bismarckallee 28b. Am ersten Adventsonntag (1. Dezember) geht es dort um 10 Uhr mit einem Gottesdienst los. Der Markt öffnet um 11 Uhr. Zum Kinderprogramm gehören ein weihnachtliches Puppenspiel (ab 14.30 Uhr) sowie Basteln, Malen und Geschichtenerzählungen im „Mini-Club“ der Kirche (ab 15 Uhr). Um 16 Uhr folgt ein Weihnachtsliedersingen, um 18 Uhr beginnt eine ökumenische Abschlussandacht. – Text: Cay Dobberke

– Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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