Nachbarschaft

Veröffentlicht am 18.10.2019 von Cay Dobberke

Andreas Giest, Chef des neuen Café-Restaurants am Stuttgarter Platz und der Berliner Kaffeerösterei.

Kennen Sie KÄKS? Bisher sicherlich nicht, aber schon bald dürfte Ihnen dieser Name vertraut sein, falls Sie in der Nähe des Stuttgarter Platzes wohnen oder oft am S-Bahnhof Charlottenburg unterwegs sind. Denn KÄKS wird das neue Café und Restaurant rechts neben dem Bahnhof, das in seiner etwa zweieinhalbjährigen Bauzeit noch als „Parkcafé“ firmierte. Das jetzige, von ihm erfundene Kunstwort stehe für „Kaffee, Kekse und Kuchen“, sagt Andreas Giest. Er gehört zu den drei Gründern der Berliner Kaffeerösterei, die am „Stutti“ ihre siebente Filiale ansiedelt und bisher unter anderem ein Kaffeehaus an der Uhlandstraße betreibt.

Am 1. November öffnet zunächst der Shop des Cafés. Neben diversen Kaffeesorten werden Tee, Schokoladen und Feinkost aus der eigenen Manufaktur zum Sortiment gehören. Zwei bis drei Wochen später soll das ganze Restaurant aufmachen. Von den Möbeln ist noch nichts zu sehen, fast alles andere ist aber fertig. Besonders auffällig sind die großen Fensterfronten, die sich bei warmem Wetter aufmachen lassen. „Alles ist sehr luftig, offen und gläsern“, schwärmt Giest. Zum Interieur gehören auch Fliesen in Holzoptik und bepflanzte „Mooswände“ im ersten Stock. Für eine klimafreundliche Strom- und Wärmegewinnung gibt es eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach und ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk im Keller.

Im Inneren entstehen 175 Sitzplätze, davon 130 in der ersten Etage. Draußen können in der Sommersaison bis zu 250 Gäste sitzen. „Es wird kein Biergarten“, betont Giest, der die Sorgen mancher Nachbarn vor nächtlichen Ruhestörungen kennt. Das Café soll täglich ab 7 Uhr öffnen. Der Außenbereich, zu dem ein kleiner Kinderspielplatz und zwei Selbstbedienungs-Pavillons gehören, wird jeweils um 22 Uhr schließen. Als kulinarische Besonderheit nennt der Chef, dass „alles im Glas serviert wird“, vom Frühstück über die Kuchen bis hin zum Dinner. Jeweils im Sommer soll zusätzlich eine „Eismanufaktur“ neben dem Eingang eingerichtet werden.

Für Giest ist das Café ein wahr gewordener Traum. Von den Bauprojekt eines Investors hatte er vor rund zwei Jahren während eines Urlaubs auf Kreta erfahren und war sofort begeistert. „Wo sonst in Berlin“ finde man in zentraler Lage ein freies, von Bäumen umsäumtes Grundstück, fragt er. Eigentlich sollte KÄKS bereits im Sommer 2018 eröffnen. Dem Vernehmen nach führten Probleme mit einem Bauunternehmen, dem schließlich gekündigt wurde, und architektonische Fehlplanungen zu den Bauverzögerungen. Als Pächter konnte Giest daran nichts ändern, inzwischen hat er sich damit abgefunden Hauptsache, es geht nun endlich los. In ein paar Tagen soll auch die dazugehörige Webseite kaeks.de freigeschaltet werden.

Foto: Cay Dobberke

Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter:  cay.dobberke@tagesspiegel.de

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