Intro

von Corinna von Bodisco

Veröffentlicht am 18.01.2024

es mag paradox klingen, aber manchmal muss das Vertraute aufgegeben werden, damit Neues entstehen kann. Nein, ich rede nicht von Liebe. Oder doch? Seit sechs Jahren und zwei Monaten schreibe ich über Friedrichshain-Kreuzberg. Ein bisschen ähnlich ist das der Liebe schon.

Klar, dieser Newsletter ist journalistisches Handwerk und kein Liebesbrief. Doch der Zugang kann oft ein bisschen persönlicher, ein bisschen näher sein. Deswegen wird mir bei dem, was kommt, auch ein bisschen schwer ums Herz. Friedrichshain-Kreuzberg my love, es war mehr als schön, aufregend und manchmal auch anstrengend mit dir. Das wird es auch bleiben, schließlich wohne ich in diesem Bezirk. Aber mit dem Newsletter wird sich etwas verändern: Ich werde ihn abgeben.

An meiner Stelle werdet ihr ab dem 1. Februar von Robert Klages lesen, den ihr bestimmt schon kennt. Gerade schreibt er noch den Lichtenberg-Newsletter. Nele Jensch schreibt hier wie bisher auch weiter – das nächste Mal am kommenden Donnerstag. Von mir lest ihr dann im Februar den Tempelhof-Schöneberg-Newsletter. Fürs Erste.

Denn diese Woche ging eine Ära zu Ende. Wir haben unsere Kollegin und Bezirks-Expertin Sigrid Kneist nach mehr als 36 Jahren Berlin-Journalismus mit einer Feier in den Ruhestand verabschiedet (zur Anmeldung für ihre letzte Ausgabe – und alle zukünftigen – geht es hier).

Wenn ihr euch nun fragt: Warum diese Wechsel? Dazu fällt mir ein Tipp unserer stellvertretenden Chefredakteurin Anke Myrrhe ein: „Wenn wir Frauen mehr vorkommen wollen, dann müssen wir es sein, die viel mehr ‚Ja‘ sagen. Das gilt genauso für Job-Angebote. Jede Aufgabe fühlt sich anfangs überfordernd an, das geht auch Männern so. Aber nach ein paar Wochen wird es zur Routine.“ Aber nicht missverstehen: Beim Tagesspiegel bleibe ich.

Jetzt erst mal genug von mir. Schließlich ist im Bezirk immer so viel los, dass ihr auf jeden Fall inspiriert und informiert sein werdet – nach der Lektüre dieses Newsletters!