Namen & Neues

Protest gegen Google-Campus professionalisiert sich

Veröffentlicht am 04.01.2018 von Nele Jensch

Gegen den geplanten Google-Campus im ehemaligen Umspannwerk in der Ohlauer Straße regt sich schon seit längerem Widerstand von Gentrifizierungsgegnern. Google zufolge ist das Projekt geradezu altruistisch: Start-Ups sollen auf den angemieteten 3000 Quadratmetern technische und unternehmerische Unterstützung erhalten. Anwohner*innen befürchten hingegen, dass der Zuzug von jungen Teckies die Mieten im Kiez noch weiter in die Höhe treiben wird. Das sorgt auch für überregionales Interesse: Welt-Autorin Tina Kaiser sprach mit Aktivisten, die den Straßenprotest organisieren, und berichtet von der Professionalisierung des Protests in Kreuzberg, an dem sich mittlerweile auch Hacker und Internetaktivisten beteiligen. Diese haben ein grundsätzliches Problem mit der Datenkrake Google. Ende November haben sie die Website mit dem bezeichnenden Namen fuckoffgoogle.de eingerichtet. Es ist übrigens das erste Mal, dass ein Google-Campus Gegenwind bekommt: An den bereits existierenden sechs Standorten weltweit wurde der Konzern freundlich empfangen.

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