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Ärger um Tram 21 in der Sonntagsstraße

Veröffentlicht am 01.02.2018 von Nele Jensch

Die Pläne für die Neubaustrecke der Straßenbahnlinie 21 sorgen im Kiez für Ärger: Bisher laufen die Schienen durch die Boxhagener- und Marktstraße und damit rund 400 Meter vom Ostkreuz entfernt – durch den Neubau soll der Verkehrsknotenpunkt besser ans übrige ÖPNV-Netz angeschlossen werden. Deshalb soll die Tram jetzt an der Holteistraße abbiegen und durch die Sonntagstraße direkt zum Ostkreuz fahren, an dem sie unterirdisch vorbei geleitet und dann weiter über die Marktstraße bis zur Endstation Karlshorster Straße geführt wird. Geplant ist außerdem eine weitere Linie, die 22, die auf Teilen dieser Trasse zwischen Friedrichshain und Rummelsburg verkehren soll.

In der Sonntagstraße wehren sich die Anwohner*innen allerdings vehement gegen die Pläne: Sie beklagen das voraussichtliche Fällen von Bäumen, eine zunehmende Gefahr von Unfällen und die hohen Baukosten von mehr als 12 Millionen Euro. Außerdem entfallen durch den Bau knapp 100 Parkplätze, alternative Parkmöglichkeiten sind nicht vorgesehen, obwohl die Parksituation laut Anwohner*innen schon jetzt angespannt ist. Vor allem aber befürchtet man im Kiez unzumutbare Lärmbelästigung: Zunächst durch den Baulärm, nach Fertigstellung durch lautes Quietschen der Tram und schließlich durch die Tourist*innen, die nachts durch die Straßen zur Haltestelle ziehen könnten. Die Pläne können im Stadtplanungsamt Lichtenberg eingesehen werden und finden sich zudem hier online. Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren sind noch bis zum 15.2. möglich.

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