Namen & Neues

Reichenberger Straße lädt Michael Müller ein

Veröffentlicht am 08.02.2018 von Robert Klages

Die dortigen Bewohner*innen fühlen sich immer noch bedroht, fürchten weiterhin ihre Verdrängung. Konkret passiert ist immer noch nichts, außer, dass das Haus verkauft wurde, aber die Schlinge scheint sich trotzdem enger zu ziehen, bis der Miethai dann doch zuschnappt. Besser vorher was unternehmen! Doch der Investor sagt, er sei kein Miethai und niemand müsse ausziehen. Wir nehmen den Herrn Investor da weiterhin beim Wort und erinnern ihn an diese. Neuigkeiten plus Altigkeiten: berliner-zeitung.de

Mieter Willi wird bald 103 Jahre – noch in diesem Monat. Zu seinem 100. Geburtstag habe sich übrigens niemand von der Stadt bei ihm blicken lassen oder gratuliert. Er ist deswegen immer noch etwas stinkig. Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) könnte dies nun nachholen, zum 103. Geburtstag. Die Mieter*inneninitiative hat ihn bereit eingeladen – und war zuletzt auch zu Gast in seinem Büro. Der Regierende könnte sich bei der Gelegenheit auch gleich die Lage vor Ort ansehen.

Das Müllersche Büro arbeitet derweil noch an einer Klärung, ob die Milieuschutzregelung für die Reichenberger geändert werden kann. Denn Milieuschutz ist nicht gleich Milieuschutz, hier nachzulesen. Die Umwandlung in Eigentumswohnungen ist auch hier möglich. Zur Prüfung, ob dies geändert werden kann, hat das Müllersche Büro mehr Zeit gefordert, doch es sei nicht „vergessen worden“. Die Materie sei sehr komplex, man arbeite an einem Ergebnis.

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