Namen & Neues

Pläne für Postscheckamt auf Eis

Veröffentlicht am 05.04.2018 von Nele Jensch

Seit Jahren plant die CG-Gruppe den Umbau des alten Postscheckamts an der Möckernbrücke, in dem Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen sollen. Doch jetzt liegen die Pläne dafür zunächst auf Eis: Die CG-Gruppe wollte ursprünglich 70 Prozent der entstehenden Fläche als Wohnungen vermieten, 30 Prozent als Gewerbe. Jetzt hat die CG-Gruppe die Pläne auf eine 50-50-Nutzung geändert – und diesen will der Xhainer Bauausschuss nicht zustimmen. Investor Christoph Gröner sagte dem Tagesspiegel, dass sich sein Vorhaben deshalb um mindestens ein Jahr verzögere.

„Der Investor will seinen Maximalprofit machen“, begründete der Bauausschussvorsitzende John Dahl (SPD) die Entscheidung des Bezirks gegenüber der B.Z. – mit Gewerbe lassen sich höhere Mieten erzielen als mit Wohnraum. 56 preisgedämpfte Familienwohnungen unter zehn Euro pro Quadratmeter tauchten in den neuen Plänen gar nicht mehr auf, kritisierte Dahl. Gröner begründete die Planänderungen dem Tagesspiegel gegenüber mit der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung, die vom Bezirk gewünscht werde. Die Öffentlichkeit dringe darauf, dass mehr Gewerbeflächen auch für den kleinen Geldbeutel eingeplant würden, was die CG Gruppe getan habe.

„Gewerbeflächen sind im Bezirk knapp“, sagte Marlene Heihsel, FPD-Mitglied der BVV, dem Tagesspiegel. „Aber Wohnraum sollte priorisiert werden.“ Auf Twitter forderte die Politikerin: „Wir finden zwar auch, dass 70% Wohnen besser ist als 50% – aber gar keine Wohnungen auf unabsehbare Zeit ist trotzdem schlechter. Deshalb: keine weitere Zeitverzögerung mehr, sondern endlich zügig bauen!“ Investor*innen und Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) verhandeln jetzt weiter.

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