Namen & Neues

Temporäre Begegnungen auf der Bergmannstraße

Veröffentlicht am 17.05.2018 von Corinna von Bodisco

Kontrastbeispiel: Bei der Umgestaltung der Schöneberger Maaßstraße wurde erbittert über Bänke, Absperrungen oder weggefallene Parkplätze diskutiert. Nun ist für den 29. Mai eine Bürgerwerkstatt geplant, danach soll weiter- und umgebaut werden. Eine ausgeloste, möglichst heterogene Gruppe von 50 Bürger*innen wird (gegen Aufwandsentschädigung) Ideen und Wünsche äußern. Die Strategie: diskutieren, bauen, prüfen, bauen.

Kreuzberg will es besser machen als Schöneberg, man baut und prüft zeitgleich: mit flexiblen Begegnungsmodulen wie den Parklets. Die Sitzbank-Tisch-Ensembles aus Holz sind ein Probelauf, Bürger*innen haben bisher allerdings nur mittlere Zufriedenheit zurückgemeldet. Im Herbst startet dann die einjährige Testphase, bei der weitere Module ausprobiert werden. Auch Vorschläge von Gewerbetreibenden sollen berücksichtigt werden.

Aber wer begegnet sich in der Zone eigentlich? Lastkraftwagen! Kollege Robert Klages sichtete diese Woche ein so großes Lkw-Meeting, dass selbst ohne Pkws kein Durchkommen wäre. Klar, die Lieferungen für die Gastronomie müssen irgendwie ankommen. Aber: „Die Straße ist der blanke Horror“, heißt es im weiteren Twitter-Diskussionsverlauf. Wenn alle durchkommen wollen, nutzen Ampel oder Tempobegrenzung wohl wenig. Was denken Sie über die Bergmannstraße und wem wollen Sie dort begegnen? Antworten lesen wir gerne per Mail.

Automatisch, praktisch, gut: versenkbare Poller wie in Frankreich. In Toulouse gibt es tolle Verkehrsberuhigungsideen, stellt Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) fest. Wären die Poller auch etwas für die Bergmannstraße? Der Lieferverkehr ließe sich so gut regeln, als stärkster Kritikpunkt wird aktuell die Reparaturanfälligkeit genannt. Die Initiative Autofreier Wrangelkiez hat bei Herrmann schon begeistertes Interesse an der Poller-Lösung à la Toulouse gemeldet.

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