Namen & Neues

Radaktivist*innen fordern Wiederaufbau der Brommybrücke

Veröffentlicht am 04.10.2018 von Nele Jensch

Am alten Brückenkopf der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Brommybrücke parkt ein pinkes Fahrrad nebst Schriftzug: „Mit dem Rad und zu Fuß – Hier über den Fluss“. Die Geschichte dahinter: Bereits 2007 entschied der Bezirk, die Brommybrücke wieder aufzubauen, und zwar als Radfahrer- und Fußgängerbrücke. Passiert ist bisher leider nicht wirklich was: Es wurden zwar bei einem Wettbewerb eingegangene Projektentwürfe prämiert, aber nicht umgesetzt, weil das Geld fehlte.

Jetzt aber, nach Verabschiedung des Mobilitätsgesetzes im Juni, habe sich die Lage geändert, argumentiert das Netzwerk fahrradfreundliches Friedrichshain-Kreuzberg, das für die Aktion an der Brommybrücke verantwortlich zeichnet: Dem Land Berlin stünden 2018 40 Millionen Euro für Radverkehrsprojekte zur Verfügung, nächstes Jahr sind es sogar über 50 Millionen. „Mit der Brommybrücke als Fuß- und Radbrücke würde Berlin zeigen, dass sie es ernst meinen mit der Verkehrswende“, sagt Isabell Eberlein vom Netzwerk. Zeit würde es allemal für eine sichere Verbindung für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmende über die Spree: Die Oberbaumbrücke passieren täglich rund 10.000 Radler*innen auf schmalen Radstreifen; erst vor einem Monat wurde dort eine Radfahrerin von einem LKW schwer verletzt.

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