Namen & Neues

Satiredemo im Wrangelkiez

Veröffentlicht am 28.03.2019 von Corinna von Bodisco

Vorneweg ein gigantisches Bobbycar, Demonstrantinnen dahinter rufen: „Fußgänger raus, Autofahrer rein“ und tragen Schilder mit Aufschriften wie „ein Herz für Autos“ oder „Schluss mit dem Fahrradwahnsinn“. Am Samstagmittag war Satiredemo im Wrangelkiez. Satire, denn die Initiative „Autofreier Wrangelkiez“ und das Netzwerk „Fahrradfreundliches Xhain“ wollen keinesfalls mehr Autoverkehr in den Straßen des Kiezes, sondern weniger bis gar keinen. Anfang März gab Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) bekannt, dass die Machbarkeitsstudie „Autofreier Wrangelkiez“ finanziert wurde. Diese prüft, inwieweit das Wohnquartier in Bezug auf den Straßenverkehr für die Anwohnerinnen auch ohne Auto attraktiver gestaltet werden kann.

Umgedrehter Spieß bringt andere Aufmerksamkeit. Die Schilder und Rufe waren lächerlich, aber gar nicht so fernab der Realität, twitterte Dirk Schneidemesser von der Fahrradinitiative. Die Forderungen lauteten: „größere Parkplätze“, „70 km/h in Wohngebieten“ und „Kinder bitte drin spielen, damit Autos draußen spielen können“. „Xhain hat Humor“, kommentierte der grüne Baustadtrat Florian Schmidt die Demo.

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