Namen & Neues

"Wer hier kauft, kauft Ärger": Protest gegen geplanten Verkauf von "Südblock" und "Aquarium"

Veröffentlicht am 13.02.2020 von Nele Jensch

Auch andere Mieter*innen und Kulturschaffende in Kreuzberg protestieren gegen den Hausverkauf. Laut einer Mitteilung von Kotti & Co. besitzt ein privater Fonds von 150 Anleger*innen am südlichen Kottbusser Tor die Häuser in der Admiralstraße 1 und 2 sowie in der Skalitzer Straße 6. Darin befinden sich neben 120 Sozialwohnungen auch die sozialen und kulturellen Stätten „Südblock“ und „Aquarium“, die Häuser liegen im Milieuschutzgebiet. Die Eigentümergesellschaft heißt nach Recherchen der „Taz“ „Admiralstraße 1-6 Grundstücks-GmbH. & Co. Hausbau KG“ und soll einige „illustre Berliner Persönlichkeiten“ im Kreis der Anleger*innen haben. Nun plant die Gesellschaft nach Informationen der Mieter*inneninitiative „Kotti & Co“ ein Bieterverfahren, den Verkauf an landeseigene Wohnungsbaugesellschaften lehnten die Anleger*innen ab.

Die Betroffenen wollen das nicht auf sich sitzen lassen: Am heutigen Donnerstag (13.2.) treffen sie sich um 14 Uhr am Protesthaus (Gecekondu) von Kotti & Co und fahren dann gemeinsam zum Fonds nach Charlottenburg, um ihrer Forderung nach einer Übergabe der betroffenen Häuser an das Land Berlin Nachdruck zu verleihen. „Wir werden um unsere Häuser kämpfen“, heißt es in der Pressemitteilung von Kotti & Co, „wer hier kauft, kauft Ärger.“

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