Namen & Neues

Kreuzberger Initiativen dringen auf Erhalt der "Berliner Mischung"

Veröffentlicht am 27.02.2020 von Corinna von Bodisco

Viele lokale Gewerbe sind von Verdrängung bedroht, wie zum Beispiel die Künstleretage in der Glogauer Straße (wir berichteten). Darauf machten vor dem Roten Rathaus am gestrigen Mittwochmorgen Aktive der Initiativen „Ratiborstraße 14“, „Urban 67“, „OraNostra“ und „Lause Bleibt“ in Form einer Kundgebung aufmerksam (Fotos via Twitter).

„Unsere Räume sind mehr als nur Arbeitsplatz und Wohnraum. Sie bieten Grundlage für das Zusammenwirken von zivilgesellschaftlichen Strukturen und gemeinschaftlicher Produktion“, erklärten sie in ihrer Ankündigung. Kurz nach der Kundgebung tagte der Koalitionsausschuss mit Vertreterinnen der Senatsressorts für Wirtschaft, Kultur und Stadtentwicklung. Die Initiativen fordern von diesen ein ressortübergreifendes Handeln.

„Finger weg vom Kotti“. Akut gefährdet sind laut einer Resolution von Linken und Grünen auch 120 Sozialwohnungen am Kottbusser Tor sowie die soziokulturellen Räume „Aquarium“ und „Südblock“. Meine Kollegin Nele Jensch berichtete. Die Eigentümerin („Admiralstrasse 1-6 Grundstücks GmbH & CoKG“) der Admiralstraße 1-2 und der Skalitzer Straße 6 wolle die Gebäude über ein Bieterverfahren verkaufen. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) fordert stattdessen, das Verfahren zu stoppen und an eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft zu verkaufen. Die Resolution wurde beschlossen, die SPD trat dieser bei.