Namen & Neues

Neue Pläne für die Gerhart-Hauptmann-Schule

Veröffentlicht am 08.10.2020 von Corinna von Bodisco

Die Gerhart-Hauptmann-Schule war erst Schule, dann besetzten linke Aktivist*innen das Gebäude, um den Raum für Geflüchtete und Obdachlose nutzbar zu machen. Anfang 2018 wurde sie geräumt und sollte zu einem internationalen Zentrum für Geflüchtete werden. Wie zu diesem Vorhaben nun der Sachstand sei, fragte Hannah-Sophie Lupper (SPD) in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 1. Oktober.

„Wir möchten bald mit der BVV über eine Umorientierung diskutieren“, kündigte Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) für das Bezirksamt an. Es soll darum gehen, ob der Bezirk aus der Schule ein Dienstgebäude machen wird, „weil wir eklatanten Raummangel haben“, erklärte Herrmann.

In der Sitzung hatte zuvor Gesundheitsstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke) den Raummangel in Verbindung mit dem neu eingestellten Personal zur Nachverfolgung von Corona-Infizierten erwähnt. Dabei handelt es sich um 18, bald 22 Stellen, die aus Landes- und Bundesmitteln finanziert werden und die 71 Mitarbeiter des Gesundheitsamtes beim Infektionsschutz verstärken. Mildner-Spindler hatte sich der Raumfrage wegen an die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) gewandt, die auf den Senat für Finanzen verwies. Dieser müsse den Antrag erst genehmigen. Der Hauptflügel der Gerhart-Hauptmann-Schule sei laut Herrmann allerdings noch gesperrt. In diesem Teil der Schule hatte es 2017 einen Brand gegeben.