Namen & Neues

Wiedereröffnung des Wellenbads am Spreewaldplatz noch vor Sanierungsstart

Veröffentlicht am 21.10.2021 von Corinna von Bodisco

Eigentlich sollte das Wellenbad am Spreewaldplatz bis mindestens 2023 grundsaniert werden. Nun aber öffnet es schon am Sonnabend, 23. Oktober, wieder. Das öffentliche Schwimmen im Wellenbad ist nach Eröffnung laut Webseite www.berlinerbaeder.de von Dienstag bis Sonntag möglich, dienstags bis freitags mit „eingeschränkter Wasserfläche“.

Doch warum öffnet das Bad vor Abschluss der Sanierung? Dass der Zustand des Bads „unsaniert“ ist, darauf wies auch der Verband der Berliner Bäderbesucher (VdBBB) auf Twitter hin. An der „grundsätzlichen Entscheidung“ der Sanierung habe sich nichts geändert, teilt der Sprecher der Berliner Bäder-Betriebe, Matthias Oloew, auf Nachfrage mit. Die Bauarbeiten hätten jedoch noch nicht begonnen, was an der noch fehlenden finalen Finanzierungszusage für die komplett zu erwartende Bausumme liege – laut Oloew ein zweistelliger Millionenbetrag. 

Deswegen hätten sich die Bäder-Betriebe entschieden, das Bad wieder in Betrieb zu nehmen. Ein weiterer ausschlaggebender Grund für die Entscheidung sei die Corona-Pandemie und „die damit einhergehenden Besuchseinschränkungen für öffentliche Bäder“, vor allem für Berliner Familien gewesen. Diesbezüglich solle die Öffnung des Wellenbades einen Ausgleich schaffen.

Dazu sei das Bad noch einmal „technisch ertüchtigt“ worden, damit es bis zur Komplettsanierung in Betrieb bleiben könne. So seien die technischen Anlagen für die Lüftung und Wasseraufbereitung noch einmal instandgesetzt und Verschleißteile ausgewechselt worden.

Zur „eingeschränkten Wasserfläche“ erklärt der Sprecher, dass im Wellenbad am Spreewaldplatz keine Schulklassen und nur wenige Vereine schwimmen werden. Dafür gebe es die im September eröffnete Interims-Schwimmhalle auf dem Gelände des Prinzenbads. So stünde das Wellenbad für die allgemeine Öffentlichkeit „fast uneingeschränkt“ zur Verfügung. Nur eine Schwimmbahn würde an einzelnen Tagen für Vereine reserviert sein. Da der Zugang wegen der Pandemie jedoch beschränkt ist, würden „alle Gäste garantiert ausreichend Platz in den Becken des Bades“ finden. 

 

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