Namen & Neues
Abriss-Stopp fürs SEZ? Eigentümer verneint zunächst
Veröffentlicht am 26.02.2026 von Robert Klages
Über 650 Wohnungen, eine Schule sowie Gewerbe sollen auf einem Areal am Volkspark Friedrichshain entstehen, die Hälfte der Wohnungen gefördert. Das Problem: Dort steht das ehemalige Sport- und Erholungszentrum (SEZ). Dieses verfällt zwar seit Jahren, aber immer mehr Menschen fordern den Erhalt – und haben nun einen Abriss-Stopp erwirkt. Das teilt zumindest der Bezirk offiziell mit, der Eigentümer gibt an, noch nichts dazu erhalten zu haben. Auch in der Bezirkspolitik wird ein Umdenken gefordert. Die Linken wollen sogar ein neues Erlebnisbad prüfen.
Das SEZ samt Gelände gehört der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM, die hat schon einiges vor Ort weggenommen. Bäume wurden gefällt und Außenanlagen mit Baggern zerstört. Offiziell soll es sich um „bauvorbereitende Maßnahmen“ handeln, keinen Abriss. Jetzt soll geprüft werden, ob dies rechtens war.
Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg teilte am Mittwochabend mit, dass der Abbruch des Abrisses für Donnerstag angeordnet wurde. Stadträtin Annika Gerold (Grüne) sagt, die Maßnahmen, die im Sinne des Naturschutzes vereinbart worden waren, seien nicht eingehalten worden. Es werde geprüft, welche Bäume gefällt worden sind und ob das rechtens war.
Zwei Initiativen hatten gegen den Abriss geklagt. „Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e. V.“ und „NaturFreunde Berlin e. V.“ rühmen sich in einer Mitteilung damit, den Abriss aufgehalten zu haben. „Wir halten den Abriss des SEZ aus ökologischen und sozialen Gründen für falsch“, heißt es von den „NaturFreunden“. „Auch beim Umwelt- und Artenschutz müssen sich die Wohnungsbaugesellschaft WBM und das Land Berlin an die Gesetze halten.“
Der Abriss würde dazu führen, dass geschützte Arten einem erhöhten Tötungsrisiko ausgesetzt sind, wenn Bäume gefällt oder Gebäude zerstört werden. Denn ab März beginnt die Balz-, Brut- und Aufzuchtzeit.“ Unter anderem Zwergfledermäuse wurden auf dem Gelände nachgewiesen.
- Unterdessen sprechen sich die Bezirkspolitiker deutlich für eine Umplanung aus. Gleich zwei Resolutionen gegen den Abriss wurden beschlossen. Alle Informationen zu diesen Entwicklungen lesen Sie auf tagesspiegel.de