Kiezgespräch

Veröffentlicht am 29.03.2018 von Robert Klages

Kennen Sie die Radfahrerhölle? Die Oranienstraße ist bereits seit einem Online-Dialog 2013 als drittgefährlichste Strecke für Radfahrende in Berlin bekannt, heißt es in einem damaligen Aufruf von „Volksentscheid Fahrrad“. Vor allem Falschparker*innen, die in zweiter Reihe halten, Ladezonen oder Bushaltestellen blockieren, sind ein Problem. David Hartmann von den Grünen hat beim Bezirksamt nachgefragt: 2017 wurde in der Straße kein Auto abgeschleppt, 2018 bisher nur eins. Angesichts der Zustände in der Straße sei das ein schlechter Scherz, so Hartmann. „Alle paar Tage mal ein günstiges Knöllchen überzeugt wohl keinen Falschparker, nicht mehr dort zu stehen. Da hilft nur konsequentes Abschleppen.“

Generell wird im Bezirk nicht so viel abgeschleppt wegen Falschparkens auf Radwegen: Im gesamten Jahr 2017 und bis jetzt in 2018 zusammen insgesamt nur 82 Autos. 2016 waren es 93. Verwarnt wurde hingegen sehr oft, wenn denn mal kontrolliert wird: 2017 erfolgten vier Kontrollen mit 259 Verwarnungen, 2018 erfolgten 21 Kontrollen mit 1865 Verwarnungen und einer Umsetzung. Hartmann: „Selbst mit nur wenigen verfügbaren Streifen des Ordnungsamtes muss es doch möglich sein, mehr als ein Auto pro Woche abzuschleppen. Das sollte uns die Verkehrssicherheit von Radfahrenden und Fußgänger*innen wert sein.“

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