Julia Prosingers Tipp für Sie

Veröffentlicht am 23.07.2020

Fluffige Focaccia bei Mama Maria’s. Ob sie sich vorstellen könnte, ihr kalabrisches Dorf zu verlassen, ihren Mann nur noch zu besuchen, ohne Deutschkenntnisse ins kalte Berlin zu ziehen, um mit ihm ein Restaurant zu eröffnen, fragte Francesco Mirante seine 63-jährige Mutter, die daheim als beste Köchin galt. Sie sagte ja.

Seit 2017 steht Maria nun ausgerechnet an der garstigen Frankfurter Allee in der Küche, backt fluffigste Focaccia (belegt zum Beispiel mit Pistaziencreme & Mortadella, Ricotta & getrockneten Tomaten, das Stück ab 2 Euro, alle Zutaten aus Italien), kocht jeden Tag ein cremiges Pastagericht (8 Euro, auch vegane und vegetarische Optionen). Francesco scherzt vorn mit den Gästen, bereitet samtigen Espresso zu, verteilt knusprige Cornetti.

Inzwischen sind auch seine Schwester und ihr Ehemann eingestiegen. Trotzdem hat „Mama Maria’s“ abends und am Wochenende geschlossen (aber werktags von 9-18 Uhr geöffnet) – damit die Qualität bloß nicht sinkt. Grazie!

  • Mama Maria’s, Frankfurter Allee 33, 10247 Berlin, werktags geöffnet von 9 bis 18 Uhr.
  • Julia Prosinger ist Reporterin des Tagesspiegels und lebt in Friedrichshain. Sie wuchs in Rom und Freiburg auf, weshalb sie Gemütlichkeit und gutes Essen ganz besonders zu schätzen weiß.

 

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