Intro

von Robert Klages

Veröffentlicht am 10.09.2018

Trump, Trump. Trump; Donald, der: womöglich über niemanden sonst in der Welt wird so eifrig diskutiert. Auf Veranstaltungen und in Bargesprächen von Hohenschönhausen bis Panama wird darüber geredet, was der Homer Simpson der Politik wieder Dummes angestellt hat, was seine Frau Melania so treibt und und und. Intellektuelle weltweit diskutieren gerne darüber, ob sein Wahlsieg durch Russland unterstützt wurde und vieles mehr – das hab ich zuletzt während meines Urlaubs in Ungarn und Serbien so erfahren, aber auch auf diversen Veranstaltungen und Treffen in Lichtenberg. Über lokale Politik wird sich dagegen vergleichsweise wenig unterhalten.

Wenn man über Trump redet, wirkt man kosmopolitisch – denken wohl viele. Einige kennen sich besser mit dem amerikanischen Wahlsystem aus als mit dem des eigenen Bezirks. Dabei könnten sie in der Lokalpolitik tatsächlich Veränderungen schaffen oder Einfluss nehmen. Auf die US-Politik können sie das nicht.

Aber Trump-Gossip hat sich als weltweites Unterhaltungsprogramm etabliert. Lokalpolitik dagegen wird als eher langweilig und unwichtig angesehen. Dabei ist sie das gar nicht. Also: Local first bitte! Auf geht’s:

Auf der Klausurtagung der CDU-Lichtenberg wurde, soweit ich weiß, nicht über Trump geredet. Aber darüber, wie Inhalte und Mitteilungen besser verbreitet werden können. Und da kommt dann doch T. ins Spiel, der ja seinen Wahlsieg wohl nicht Russland, sondern seiner Twitter-Kampagne zu verdanken hat. Mehr Twitter gerne. Aber bitte natürlich nicht die Lügen und den Rassismus bei T. abschauen. Ich war aber nur kurz bei der CDU, und auch nicht als „Redakteur“, sondern, wie immer:

Robert Klages ist freier Mitarbeiter beim Tagesspiegel. Schreibt ihm bei Anregungen, Kritik, Wünschen, Tipps bitte eine E-Mail an leute-r.klages@tagesspiegel.de. Ansonsten ist er auch auf FacebookTwitter und Instagram zu finden.

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