Intro

von Robert Klages

Veröffentlicht am 15.07.2019

sollte Lichtenberg mehr wie Friedrichshain werden? Bezirksbürger*innenmeister Michael Grunst (Linke) ist gegen eine „Friedrichshainiserung“ von Lichtenberg, wie letzte Woche berichtet. Der Bezirk soll demnach nicht „hip“ werden. Anlass zu dieser Äußerung war der neue Image-Film des Bezirks.

Dass sich die Bezirke untereinander bashen, kommt immer mal wieder vor – aber zu sagen, der eigene Bezirk wolle nicht so enden wie der Nachbarbezirk, das ist schon eine neue Qualität. Und es zeigt, dass Xhain und LiBe so gut wie gar nicht miteinander arbeiten. Beispiel Rummelsburger See: Jeder Bezirk denkt nur bis zur Grenze, ein gemeinsames See-Konzept oder ähnliches fehlt, stattdessen gibt es Streit um die Zuständigkeiten oder Häme, wenn es auf der anderen Seite mal nicht so läuft. Auch scheinen sich die Bezirke nicht immer gegenseitig zu unterrichten, was so unternommen wird. Noch ein Beispiel gibt es weiter unten bei „Namen & Neues“.

In dem Image-Video bewirbt sich der Bezirk auch mit den Hausbooten auf dem Rummelsburger See – denen er das Anlegen am See verbieten will. Der Bezirk Xhain hat das Festmachverbot bereits ausgewiesen.

Mehr als ambivalent, finden auch Künstler Claudius Schulze und seine einohrige Katze auf dem See, denen bekanntlich auch ein Ankerverbot droht: „Die Rummelsburger Bucht und ihre Hausboote sind Teil dieses Berlin-Gefühls, mit dem Touristen angelockt werden“, meint Schulze. „Und genau dieses Berlin-Gefühl will die Stadt nun hier durch das Anker- und Anlegeverbot verbieten.“

Robert Klages ist freier Mitarbeiter beim Tagesspiegel. Schreibt ihm bei Anregungen, Kritik, Wünschen, Tipps bitte eine E-Mail an leute-r.klages@tagesspiegel.de. Ansonsten ist er auch auf FacebookTwitter und Instagram zu finden. 

 

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