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von Pauline Faust

Veröffentlicht am 07.11.2022

die Innenhöfe im Ilsekiez haben es in die RBB-Abendschau geschafft. Fazit: Die Bebauung ist noch offen, am 17. November wird in der BVV über einen Bebauungsplan abgestimmt. Knackpunkt ist momentan, wie mein Kollege Robert Klages vorige Woche schrieb, dass die Landesregierung mit Bausenator Andreas Geisel (SPD) dem Plan (noch) nicht zustimmen will.

Drei Bürgerinitiativen werfen Geisel in einem Brandbrief nun vor, dass er sich zu oft gegen bezirkliche Entscheidungen zum Schutz von Grün- und Sozialflächen stelle. Konkret geht es um den Ilsekiez in Lichtenberg und zwei weitere Fälle. In der Beyrodtstraße in Marienfelde wurde ein Bauvorhaben der städtischen Degewo vom geltenden B-Plan befreit – entgegen dem Votum des Bezirks. Im Hellersdorfer „Roten Viertel“ sollen zwei Innenhöfe bebaut werden, was die Bezirkspolitik ablehnt.

„Überall entmündigen Sie und Ihre Senatsverwaltung die Bezirksverordnetenversammlungen und kompetente lokale Akteure, negieren deren Entscheidungen und ziehen strittige Vorhaben an sich“, schreiben die Initiativen „Rettet den Ilse-Kiez“, „Grüne Höfe Hellersdorf Süd“ und „Grünes Marienfelde“. Die Menschen verbitterten an dieser Politik. „Wir wollen Höfe, die atmen und kühlen und Schwämme sind. Wir brauchen keine Backhöfe, wie Sie sie bauen wollen.“ Die Initiativen fordern Geisel nun zum zügigem Gespräch auf.